Gemeinde mit rekordverdächtiger Wirtschaftskraft
13,5 Millionen an Investitionen

Die Gemeinde gibt heuer 2,7 Millionen Euro für den Bau des Mehrgenerationenhauses aus. Es ist die größte Einzelinvestition im Haushalt. Bild: rid
Politik
Wackersdorf
24.03.2016
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"Unsere Gemeinde gehört mit ihrer Steuerkraft zu den Spitzenreitern in der Oberpfalz", betonte Bürgermeister Thomas Falter bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Das Gremium verabschiedete einstimmig einen neuen Rekordhaushalt. Kämmerer Daniel Fendl mahnte dennoch zu sparsamer Ausgabepolitik.

Der Gemeinde Wackersdorf geht es gut", machte der Finanzverwalter deutlich. Er legte einen Rekordhaushalt vor, der noch einmal um 300 000 Euro auf 35,2 Millionen Euro gestiegen ist. Trotzdem riet der Kämmerer weiter zu einer "sparsamen Haushaltsführung" und betonte: "Die Zeiten können schwieriger werden".

Die Gemeinde ist seit zehn Jahren schuldenfrei und verfügt über Rücklagen von 20 Millionen Euro. Bürgermeister Thomas Falter weiß, dass diese Botschaft bei seinen Kollegen "Stirnrunzeln" hervorrufe. Doch, so der Bürgermeister: "Das Ergebnis fällt uns nicht in den Schoß, wir müssen uns jeden Tag um den Erhalt der Arbeitsplätze bemühen".

"Solide durchdacht"


Die Gemeinde bezuschusst die Kindergärten mit 500 000, das Freibad mit 369 000 und das Bestattungswesen mit 71 000 Euro. Die Personalkosten betragen 2,8 Millionen Euro. Die Kommune investiert heuer 13,5 Millionen Euro. 2,7 Millionen Euro in das Mehrgenerationenhaus, 4,8 Millionen in den Straßenbau, 1,2 Millionen Euro in den Hochwasserschutz und über drei Millionen Euro in den Grunderwerb.

"Der Haushalt 2016 ist solide durchdacht und trägt der wirtschaftlichen Haushaltsführung Rechnung", unterstrich der Bürgermeister. Die Gemeinde habe alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft. Die Steigerung der Einwohnerzahl auf 5157 Bürger und die aktuelle Arbeitsplatzzahl von 5 875 wertete Thomas Falter als Beweis für "den großen Stellenwert des Wirtschaftsstandortes Wackersdorf in der mittleren Oberpfalz".

Der Bürgermeister will trotz der guten Haushaltslage "alle Investitionen auch in Zukunft auf den Prüfstand stellen, um die Leistungsfähigkeit der Gemeinde auf Dauer zu sichern." Sein Fazit: "Mit diesem Haushalt setzen wir ein deutliches Ausrufezeichen in Richtung Zukunft und Stabilität."

Vorkaufsrecht nutzen


SPD-Fraktionssprecher Günther Pronath sieht im Haushalt die Schwerpunkte richtig gesetzt. Die Gemeinde besitze den notwendigen Handlungsspielraum für die notwendigen Investitionen. Der Sprecher der Freien Wähler, Alfred Jäger, will Wackersdorf als Tourismusgemeinde stärken und ausbauen. Zur Senkung der Grundstückspreise empfiehlt er der Gemeinde, vom Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen und die Bauparzellen günstiger anzubieten als private Besitzer.

Für den CSU-Fraktionssprecher Helmut Kraus gehorche der Haushalt dem Leitsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit. Alle drei Fraktionssprecher begrüßten die Senkung der Kreisumlage um 1,7 Prozent. Dennoch müsse die Gemeinde immer noch "den stolzen Betrag von 6,3 Millionen Euro" aufbringen .

Die Gemeinderäte verabschiedeten einstimmig den Haushalt 2016, der sich in einen Verwaltungshaushalt von 21,7 Millionen und einen Vermögenshaushalt von 13,5 Millionen Euro aufteilt.
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