Gemeinderat billigt Anlage an der Bergmannstraße
Rollstuhlgerechte Wohnungen

Politik
Wackersdorf
21.10.2016
12
0

Der dritte Plan scheint nun der große Wurf: Der Gemeinderat Wackersdorf billigte am Mittwoch eine Wohnanlage auf dem Grundstück Bergmannstraße 11, die gegenüber dem ursprünglichen Vorhaben erheblich abgespeckt wurde.

Der Bauausschuss des Gemeinderates hatte auch schon die ersten beiden Entwürfe gebilligt, die zunächst auf 24, dann auf 18 Wohnungen zielten. Unter Bauchschmerzen zwar, unter anderem wegen der Erschließung über eine schmale Straße, aber das Einvernehmen wurde jeweils mehrheitlich erteilt. Das Landratsamt als Baubehörde allerdings wies die Vorhaben aus mehreren Gründen ab.

Nach einem Wechsel des Architekten hat der Bauwerber nun den dritten Plan vorgelegt. Er sieht zwölf rollstuhlgerechte und zwei barrierefreie Wohnungen vor, der Baukörper samt Tiefgarage wird insgesamt deutlich kleiner. Bürgermeister Thomas Falter und die Verwaltung befürworteten die Genehmigung dieser abgespeckten Version, die Sprecher aller Fraktionen schlossen sich an. Das Angebot barrierefreier Wohnungen sei ein Gewinn für die Gemeinde, war sich der Rat einig und stimmte zu.

Weniger begeistert war das Gremium am Mittwochabend von einer Voranfrage für ein großes Grundstück an der Höhenstraße. Dort sollen drei Sechsfamilienhäuser entstehen, jeweils mit drei Vollgeschossen und flachem Pultdach. Die Debatte, ob sich die Gebäude in die Bebauung einfügen und die Zufahrt ausschließlich über die Höhenstraße ausreichend ist, brauchte der Rat nicht zu führen. Die Voranfrage scheiterte schon daran, dass auf dem Grundstück die nach der kürzlich erlassenen Stellplatzverordnung nötigen Parkplätze nicht nachgewiesen werden können. Der Rat lehnte das Vorhaben deshalb einstimmig ab.

Das Unternehmen Lohbauer will in einem Waldstück nördlich des bestehenden Betriebs an der Carl-Maria-von-Weber-Straße erweitern. Auf der Erweiterungsfläche liegt ein Weg, der von den Heselbachern zu den Waldstücken Richtung Wackersdorfer Weiher genutzt wird. Außerdem sieht der Flächennutzungsplan hier kein Gewerbe vor. Das Gelände gehört den Staatsforsten. Vor allem den Flächennutzungsplan führten die Sprecher der Fraktionen als Grund dafür an, das Ansinnen momentan abzulehnen: Würde hier ein Gewerbegebiet ausgewiesen, müssten wahrscheinlich andere Gewerbeflächen, beispielsweise im Taxölderner Forst, zurückgenommen werden.

Die Gleichstrompassage "Süd-Ost-Link" könnte über Wackersdorfer Grund führen. Bürgermeister Thomas Falter informierte das Gremium, dass er gegenüber dem planenden Unternehmen Tennet darauf verwiesen habe, dass große Flächen in Wackersdorf Rekultivierungs-Gebiete nach dem Braunkohleabbau sind. Das war in den Plänen offenbar bislang noch nicht ersichtlich. Eine der Trassenvarianten entlang der Autobahn 93 würde das interkommunale Gewerbegebiet tangieren.

Am Mehrgenerationenhaus sollen Wappen und eine Beschriftung angebracht werden. Mit den Vorschlägen der Verwaltung war der Rat noch nicht zufrieden. Bis zur nächsten Sitzung sollen nun moderner wirkende Entwürfe vorgelegt werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.