Straße von Meldau nach Altenschwand fertig
Zwei Kommunen, ein Ziel

Die beiden Bürgermeister Thomas Neidl (links) und Albert Krieger (Vierter von links) durchschnitten gemeinsamen mit den Vertretern des Bayernwerks und der ausführenden Firmen das Band und gaben die Verbindungsstraße von Meldau nach Altenschwand frei. Bild: Hirsch
Politik
Wackersdorf
25.08.2016
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Wer das Kirchturmdenken hinter sich lässt, kann Geld sparen. Auf dieses Formel lässt sich ein gemeinsames Straßenbau-Projekt bringen, das die Gemeinden Wackersdorf und Bodenwöhr im Schulterschluss stemmten.

"Interkommunale Zusammenarbeit lohnt sich", sagte zweiter Bürgermeister Thomas Neidl am Donnerstag bei der Freigabe der Verbindungsstraße von Meldau nach Altenschwand. Wackersdorf baute die "Meldauer Straße" auf einer Länge von 1,1 Kilometern von der Bundesstraße 85 bis zur Ortsgrenze aus, und die Gemeinde Bodenwöhr übernahm ihren Anteil bis Altenschwand.

Zwei Millionen Euro


Insgesamt investierten die Kommunen 2 Millionen Euro. 1,2 Millionen trafen auf Wackersdorf, 800 000 Euro auf Bodenwöhr. "Wir haben uns eine Menge Geld gespart", versicherte zweiter Bürgermeister Thomas Neidl. Die gesamte Planung und Bauausführung seien nämlich "aus einer Hand" erfolgt, doppelte Arbeit samt ihrer Kosten wurde so tunlichst vermieden.

Wie stark die Straße genutzt wird, wurde beim Ortstermin gleich deutlich. Ein Auto nach dem anderen fuhr von Meldau nach Altenschwand und umgekehrt. Mit dem Ausbau der Straße nahm die Gemeinde Wackersdorf auch gleich die Breitband- und Gasversorgung des Ortsteils Meldau in Angriff. "Alle 58 Häuser verfügen jetzt über Glasfaseranschluss mit FTTB-Technik", betonte Neidl. Die Glasfaser-Leitung reicht also bis ans Haus. Die Ortschaft liege damit bei der Breitbandversorgung an der Landkreisspitze. 70 Prozent der Bewohner ließen sich auch gleich eine Gasleitung vor das Haus legen und an das Netz des Bayernwerkes anschließen. Der Staat förderte den Ausbau der Straße mit 225 000 Euro.

"Auch Skeptiker"


Bodenwöhrs zweiter Bürgermeister Albert Krieger sieht die Achse von Meldau nach Altenschwand als "gut genutzt" und sprach von einer sinnvollen Investition. "Auch wenn es bei diesem Projekt bei uns im Gemeinderat auch Skeptiker gab".
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