Umgehung bleibt Thema im Wackersdorfer Gemeinderat
Entscheidung fällt 2016

Zwischen den beiden Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf, Harald Bemmerl (links) und Thomas Falter (rechts) stimmt die Chemie. Bild: rid
Politik
Wackersdorf
17.12.2015
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"Wir konnten den Spitzenstandort Wackersdorf weiter festigen". Mit dieser Feststellung schloss Thomas Falter die letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr. Zuvor hatte der Bürgermeister die Ereignisse 2015 noch einmal Revue passieren lassen und an die wichtigsten Entscheidungen erinnert. Für das nächste Jahr gibt es schon wieder neue Pläne.

Das erste Wort hatte traditionsgemäß Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl. Er bekräftigte die gute Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft, im Schulverband, im Fremdenverkehr und im Sport. Eine weitere Übereinstimmung sieht Harald Bemmerl im Wachstum der beiden Gemeinden.

"Chemie stimmt"


Bürgermeister Thomas Falter bestätigte das gute Miteinander und betonte: "Wichtig ist, dass die Chemie zwischen den beiden Bürgermeistern stimmt". In seinem Rückblick erinnerte Thomas Falter an die Empfänge für die Neubürger und Neugeborenen. In einem Ideenwettbewerb holten sich die Gemeinderäte Impulse und Anregungen zur Gestaltung des Marktplatzes und des Schulumfeldes.

Mit der Ansiedlung von Mercedes habe man die Lücke im Premium-Bereich der Autohersteller schließen können. Die Schienenanbindung an den Innovationspark zählt der Bürgermeister zu den wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen des Jahres.

Die Gemeinde feierte die Einweihung der beiden Krippen unter dem Dach der Kindergärten "Regenbogen" und "Kunterbunt". Breitbandausbau, Fremdenverkehrsentwicklung, Straßensanierung, Bau einer Veranstaltungshalle: Der Bürgermeister nannte weitere Entscheidungen in diesem Jahr.

Mit der Änderung des Bebauungsplans Gewerbepark Alberndorf schuf der Gemeinderat die Voraussetzungen für die Ansiedlung eines weiteren Autohauses. Im September kam die Nachricht: Wackersdorf bekommt eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Auch diese Herausforderung habe die Gemeinde gemeistert, sagte der Bürgermeister und betonte: "Wir leisten unseren Beitrag zur Integration der Asylbewerber".

Die Gemeinde wies neue Bauplätze aus und meldet die Ansiedlung von neun neuen Firmen und Behörden. Der Bürgermeister erwartet in diesem Jahr Gewerbesteuereinnahmen von 14 Millionen Euro. "Sie kommen unmittelbar den Bürgern zugute", betonte Thomas Falter. Die Gemeinde könne es sich leisten, auf Straßenausbaugebühren zu verzichten. Bei der Osttangente rechnet er im kommenden Jahr mit einer Entscheidung. Ihm sei aber nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die soziale Entwicklung der Gemeinde ein Anliegen, so der Bürgermeister. Wackersdorf sei vor allem als Wohnort für Familien attraktiv.

Mehr Arbeitsplätze


"Die Gemeinde hat wieder mehrere hundert Arbeitsplätze hinzugewonnen", stellte CSU-Sprecher Helmut Kraus fest. Die Digitalisierung habe sich zu einem Grundbedürfnis in der Gesellschaft entwickelt. "Darauf hat die Gemeinde reagiert und die Rahmenbedingungen geschaffen", betonte Helmut Kraus. Er dankte den Bürgern für die humanitäre Hilfe zur Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge.

SPD-Sprecher Manfred Rittler lobte die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. Er erwartet im nächsten Jahr Konzepte zur Regelung des innerörtlichen Verkehrs, zur Marktplatzgestaltung und zur Schaffung von Parkplätzen im Bereich der Schule und der Sporthalle. Der Sprecher der Freien Wähler, Alfred Jäger, sieht im Wirtschaftsstandort Wackersdorf ein Markenzeichen. Der Verkehrsanbindung, der Schaffung von sozialen und kulturellen Einrichtungen, der Verbesserung der Infrastruktur und dem Erhalt der Grundversorgung misst er Prioritäten bei. Zweiter Bürgermeister Thomas Neidl bedankte sich bei Bürgermeister Thomas Falter für "die sensationell gute Arbeit" und bezeichnete den Rathauschef als "die Lokomotive der Gemeinde".
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