Friedenskirche Wackersdorf gründlich saniert
Kraft für tätige Nächstenliebe

Dekan Karlhermann Schötz (im Hintergrund) predigte beim Festgottesdienst von verschiedenen Stellen im Kirchenraum aus. Bilder: rhi (2)
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Wackersdorf
03.10.2016
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Mit einem Gottesdienst und einem Empfang feierte die evangelische Kirchengemeinde die Wiederindienstnahme der Friedenskirche. Sie erstrahlt der Renovierung in neuem Glanz. In seiner Predigt fand Dekan Karlhermann Schötz deutliche Worte zu Deutschlands Aufreger-Thema Nummer eins.

Architekt Michael Dittmann (Amberg), der mit der Pfarrei bereits Erlöserkirche und Gemeindezentrum in Schwandorf neu gestaltet hatte, datierte den Beginn der Umbaumaßnahmen auf April dieses Jahres. "Wir haben das zügig abgewickelt", sagte er und freute sich, "dass wir auch mit den Kosten gut hingekommen sind".

Gemeinderäume saniert


An dem 50 Jahre alten Gotteshaus an der Sportplatzstraße wurden die Fassade und der Turm erneuert und die Wege und Außenanlagen modern und barrierefrei angelegt. Während im Innern der Kirche nicht viel getan werden musste, war eine grundlegende Sanierung und Umgestaltung der Gemeinderäume im Souterrain unumgänglich. Der Saal, die Küche, die Türen und Fenster sowie der Toilettenraum und das Heizsystem wurden auf Vordermann gebracht. Die Gäste waren begeistert von der Helligkeit der Räume. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl sprach in seinem Grußwort von einer "gelungenen Sanierung" und wies darauf hin, dass solche Bauarbeiten nach 50 Jahren durchaus angebracht seien. Er definierte das Gotteshaus als "Ort des Zusammenkommens und des Gemeinschaftsgefühls".

"Familienkirche"


Für die Gemeinde Wackersdorf versicherte der stellvertretende Bürgermeister Günther Pronath, "dass sich alle Anstrengungen gelohnt haben". Dekan Schötz, der den erkrankten Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss vertrat, wies auf die hohe finanzielle Beteiligung der Landeskirche an der Baumaßnahme hin. Den Gottesdienst gestaltete Diakon Jürgen Weich als "Familienkirche" und band die Kinder und Jugendlichen mit ein. Im Mittelpunkt stand das Thema "Erntedank". Eine der Besonderheiten war die Lesung des Evangeliums durch den jungen persischen Christen Ali Sasanipour, der den Text in seiner Muttersprache Farsi vortrug. Auch Dekan Schötz verließ die herkömmlichen Pfade. Seine Predigt kam nicht von der Kanzel, sondern im Stil eines "Wanderpredigers" aus verschiedenen Teilen des Kirchenraumes. Damit wollte Schötz auf die Besonderheiten des Ensembles hinweisen, etwa den Taufstein oder den Altar.

Gegen Rassismus aufstehen


"Hier schöpfen wir Kraft für die tätige Nächstenliebe draußen vor der Tür", betonte er. Es sei "schlimm, wenn Politiker meinen, die Nächstenliebe mit ihren Worten verunglimpfen zu müssen". Schötz forderte in seiner Predigt auf, "aufzustehen für die Menschenwürde und gegen Rassismus in jeder Form".
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