Im Taxölderner Forst steht eine Gedenktafel
Erinnerung an WAA-Zeiten

Die Vertreter des Bund Naturschutz, Hubert Weiger und Arnold Kimmerl, stellvertretender Landrat Joachim Hanisch und SPD-Kreisvorsitzende Evi Thanheiser (von links) enthüllten am Sonntag am Franziskusmarterl die Zeittafel zur Geschichte der WAA Wackersdorf. Bild: Hirsch
Vermischtes
Wackersdorf
25.04.2016
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"Die WAA Wackersdorf war damals das umstrittenste Bauprojekt in der Bundesrepublik Deutschland": Das steht über der Zeittafel, die am Sonntag am Marterl im Taxölderner Forst enthüllt wurde. Sie listet die Chronologie der Ereignisse auf zwischen den ersten Beschlüssen 1979 und dem Baustopp zehn Jahre später.

Dazwischen lagen Protestkundgebungen und Auseinandersetzungen vor Gericht und am Bauzaun. 4000 WAA-Gegner wurden angeklagt, die Hälfte verurteilt. Für unliebsame Beamte leitete die bayerische Staatsregierung Disziplinarverfahren ein. So auch gegen den Religionslehrer und Pfarrer Leo Feichtmeier, der in seiner Ansprache den "Propheten der Kernenergie" zitierte. Der damalige bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß habe die Kernkraftgegner als "Apokalyptische Narren ihrer eigenen Dummheit" beschimpft. "Wer sind diese Narren 30 Jahre nach Tschernobyl und fünf Jahre nach Fukushima?" - fragte der Geistliche rhetorisch.

Um den Inhalt der Gedenktafel haben die Kreistagsfraktionen gerungen und schließlich gemeinsam mit Landrat Thomas Ebeling einen Kompromiss gefunden. (Innenteil)
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