Stefan Hofmann feiert Primiz in Wackersdorf
Ewigkeit in Worte fassen

Primiziant Dr. Stefan Hofmann zog in die voll besetzte Kirche St. Stephanus ein. Bilder: Hirsch (3)
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Wackersdorf
03.10.2016
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"Die Welt braucht Menschen wie Stefan", sagt Hans Brandl, Jesuitenpater aus dem Zillertal. "Einen, der die Fühler nach oben ausstreckt". Der Ordensmann würdigte in seiner Predigt die Spiritualität seines Mitbruders Dr. Stefan Hofmann, der am Sonntag in seiner Heimatgemeinde Wackersdorf Primiz feierte.

Die Lesung handelte vom "unnützen Sklaven, für den es eine Ehre ist, seinem Herrn zu dienen". Passend zur Botschaft von Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens, "der seinen Herrn lobte und den Menschen diente". Für den Jesuitenpater Hans Brandl wäre die Welt "weitaus hartherziger", gäbe es das Christentum nicht. Jeder Getaufte sei ein Seelsorger und "Teil eines großen Ganzen".

Blumen weitergeben


So wie der Moraltheologe Stefan Hofmann, der es verstehe, "die Sprache der Ewigkeit in Worte zu fassen für diese Welt". Der Primiziant ermunterte die Gläubigen, "auch an die Ränder der Gesellschaft zu gehen und die christliche Botschaft zu verkünden". Der Neupriester verschenkte an die Kirchenbesucher Sonnenblumen mit der Bitte, sie an alle zu verteilen, "die nicht am Gottesdienst teilnehmen konnten".

Der liturgische Dienst mit Pfarrer Christoph Melzl, Pater Georg, dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung sowie der politische Gemeinderat und die örtlichen Vereine begleiteten Dr. Stefan Hofmann vom Elternhaus zur Kirche. Den Zug führte die Jugendblaskapelle des Musikvereins Wackersdorf-Steinberg am See an.

Gemeinsam mit zehn Pfarrerkollegen, darunter Dekan Hans Amann und die ehemaligen Wackersdorfer Geistlichen Josef Höning und Heinrich Börner, zelebrierte der Neupriester die Messe und erteilte zum Abschluss den Primiz-Segen. Den Vereinen überreichte er ein Fahnenband für die Standarten. Nach dem Gottesdienst gab die Gemeinde in der Sporthalle einen Empfang, bei dem die Bürger Gelegenheit hatten, dem Primizianten zu gratulieren und mit ihm ein paar Wort zu wechseln. Der Tag endete mit einer Dankandacht, bei der jeder Teilnehmer einzeln den Primiz-Segen bekam.

Wissenschaftliche Karriere


Dr. Stefan Hofmann wurde 1978 in Wackersdorf geboren. Nach dem Abitur und dem Zivildienst als Krankenpfleger studierte er Theologie an der Universität Regensburg. Er erwarb in Steubenville (USA) den Master in Philosophie und promovierte 2010 in Fundamentaltheologie. Im gleichen Jahr trat Dr. Stefan Hofmann in den Jesuitenorden ein und arbeitete als Religionslehrer und Jugendbetreuer. 2014 folgte ein Habilitations-Studium in Tübingen. Sein Weg als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität ist damit vorgezeichnet.

Am 17. September weihte ihn Bischof Manfred Scheuer in Innsbruck zum Priester. Am Wochenende folgte nun der Empfang in seiner Heimatgemeinde.

Die Welt braucht Menschen wie Stefan Hofmann.Primiz-Prediger Hans Brandl
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