Gemeinde und Wirtschaft wollen an einem Strang ziehen
Werksfeuerwehr für Industriepark

Rechtsanwalt Andreas Hilge vom Ingenieurbüro für Brandschutztechnik, Bürgermeister Thomas Falter und BMW-Standortleiter Thomas Dose (von links) wollen in diesem Jahr die Strukturen für eine Werksfeuerwehr im Industriegebiet schaffen. Bild: rid
Wirtschaft
Wackersdorf
29.01.2016
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Der Brandschutz im Industriegebiet Wackersdorf wird neu organisiert. Bis Ende des Jahres soll die Werksfeuerwehr einsatzfähig sein. Beim Wirtschaftsgipfel am Donnerstag bei BMW gab Bürgermeister Thomas Falter den Zeitplan vor.

Falter wird in den nächsten Monaten mit den 35 dort ansässigen Betrieben Kontakt aufnehmen und sie ermuntern, dem Trägerverein "Werksfeuerwehr Industriegemeinschaft Wackersdorf e.V." beizutreten. "Regierung und Landkreis drängen auf eine baldige Lösung", betonte der Bürgermeister. Bei einer Feuerbeschau vor zwei Jahren seien Defizite in der Sicherheitsinfrastruktur festgestellt worden.

Thomas Falter hat bei der praktischen Umsetzung die Initiative ergriffen. "Die aktive Mannschaft wird aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften bestehen", so der Bürgermeister. Seine Gemeinde stellt in den diesjährigen Haushalt 150 000 Euro für den Aufbau ein. Von den Betrieben erwartet er ebenfalls einen finanziellen Beitrag.

Auch Gebäude schaffen


Die Planungen beginnen nicht bei null. "Wir haben bereits ein Löschfahrzeug, eine Einsatzstaffel und Atemschutzträger", betont BMW-Standortleiter Thomas Dose. Jetzt gehe es darum, eine eigenständige Wehr aufzubauen und dafür auch die baulichen Voraussetzungen zu schaffen. Die Werksfeuerwehr könne schnelle technische Hilfe leisten bei betrieblichen Zwischenfällen, Dienst- und Wartungsleistungen für die Mitglieder des Trägervereins übernehmen, Sicherheitswachen bei betrieblichen Veranstaltungen stellen und Brandschutzhelfer ausbilden.

Von der geradlinigen Verkehrsanbindung an den Innovationspark verspricht sich Bürgermeister Thomas Falter mehr Sicherheit im Bereich der Kartbahn und am Musikpark. Die 400 Meter lange Verbindungsstraße entlang der Raceland-Anlage soll heuer noch fertiggestellt werden. Einschließlich der beiden Kreisel an der Ein- und Ausfahrt.

Wie die Gemeinde den Verkehr während der Baumaßnahmen regeln wird, ob durch eine Umleitung oder mit Hilfe einer Ampel, soll noch geklärt werden. Die Gemeinde lässt sich die Maßnahme 1,56 Millionen Euro kosten.

Eigener Gesundheitsdienst


Dr. Sven Hofherr stellte den Gesundheitsdienst des BMW-Werks vor und betonte: "Wir wollen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten." Dazu gehöre, jeden einzelnen zu einer gesunden Lebensweise zu ermuntern und der Betriebsleitung Vorschläge zu Optimierung des Arbeitsumfeldes zu machen. Der Gesundheitsdienst hat sich in einem neuen Gebäude am Rande des Innovationsparks eingerichtet. Die Arbeitsmediziner sind erste Anlaufstelle bei Unfällen und Verletzungen, aber auch bei allen Fragen zur Vorsorge und Prävention.
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