Krones AG will mit Syskron neue Software entwickeln
Intralogistik: Krones setzt auf Syskron

Ein neues Kapitel für Krones beginnt in Wackersdorf. Die Pläne erläuterten (von links) Krones-Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder, Ralf Goldbrunner (Vorstand Plants and Components Krones), Werner Frischholz (Geschäftsführer der Syskron Holding), Johann Roidl (Geschäftsführer Syskron GmbH), Bürgermeister Thomas Falter, Harald Trummet (Geschäftsleiter der VG Wackersdorf), Franz Schreiner (Geschäftsführer von Triacos) und Manfred Klug ( Geschäftsführer der Syskron GmbH). Bild: Götz
Wirtschaft
Wackersdorf
20.02.2015
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"Logistic valley" nennt Geschäftsführer Manfred Klug die Region, deshalb sei Wackersdorf der beste Standort: Mit der Tochter Syskron-Holding will die Krones AG in der Intralogistik durchstarten.

Die Materialfluss- und Informationssteuerung von der Anlieferung der Grundstoffe bis hin zur Distribution für die Auslieferung wird für Unternehmen immer wichtiger. Darauf verwies der Geschäftsführer der Syskron-Holding, Werner Frischholz, bei einer Pressekonferenz am Freitag. Das Unternehmen hat seinen Sitz nahe des BMW-Innovationsparks Wackersdorf (Kreis Schwandorf) und beschäftigt derzeit gut 20 Mitarbeiter, Ende des Jahres sollen es rund 50 sein. Über 100 könnten es werden.

Weltführer

Die Krones AG als Weltmarktführer für Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik will mit der Syskron im Intralogistik-Bereich komplett neue Software entwickeln. Damit entsteht eine dritte Säule im Konzern, neben Abfüll- und Prozesstechnik. Die Bedeutung für den Konzern unterstrichen Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder und Vorstandsmitglied Ralf Goldbrunner. Nach dem Scheitern der Übernahme der Klug GmbH beschloss Krones, das Geschäftsfeld selbst in die Hand zu nehmen. Syskron tritt als Generalunternehmer auf, der auf Wunsch komplette Getränkefabriken liefert.

Großes Potenzial

Weil IT-Entwicklung komplett andere Strukturen erfordert als der Maschinenbau, entschloss sich Krones für einen Standort abseits der Zentrale, dafür aber im Zentrum der Intralogistik-Branche. Die nördliche Oberpfalz sei zum "Logistic-Valley" gewachsen, der Autobahnanschluss war ein weiterer wichtiger Faktor, sagte Frischholz. Herausragender Grund aber: Das Potenzial an hochqualifizierten Fachkräften in der Region, um die Syskron an den Hochschulen in Regensburg, Amberg und Weiden, aber auch an der EDV-Schule Wiesau wirbt.

Platz für Wachstum

Zur Holding gehört neben der Syskron GmbH die Triacos GmbH (Altenstadt an der Waldnaab). Das Unternehmen ist Spezialist für die Anpassung der SAP-Standardsoftware auf Kundenwünsche, erläuterte Geschäftsführer Franz Schreier. Syskron will so neben eigenen Softwareprodukten auch SAP-Standardlösungen anbieten, die auf die Getränkeindustrie zugeschnitten werden.

Die Syskron hat die 3300 Quadratmeter großen Gebäude der insolventen "Redipro" in Wackersdorf erworben und umgebaut. Der Verwaltungsbau wird genutzt, für Wachstum ist noch genügend Platz in den 2400 Quadratmeter großen Hallen.
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