Logistik-Experte Krones AG: 20 Arbeitsplätze in Wackerdorf
Krones setzt auf Wackersdorf

Das Gebäude der insolventen "redipro" im Industriegebiet Wackersdorf gehört seit gestern der Krones AG. Die Unternehmenstochter Syskron zieht nach einigen Umbauarbeiten ein. Bild: Götz
Wirtschaft
Wackersdorf
02.10.2014
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Die Krones AG kommt nach Wackersdorf: Das Tochterunternehmen Syskron zieht in die Gebäude der insolventen "redipro", wie Konzernsprecherin Danuta Kessler-Zieroth gestern bestätigte. 20 Arbeitsplätze sollen bei dem Logistik-Experten entstehen. Vorerst.

Ein weiterer Weltkonzern setzt auf den Standort im westlichen Taxölderner Forst: Zum 1. Oktober hat die Krones-Tochter Syskron das Gebäude an der Oskar-von- Miller-Straße 6 aus der Insolvenzmasse der "redipro" gekauft. Das bestätigte Krones-Pressesprecherin Danuta Kessler-Zieroth. Bei Syskron bündelt der Konzern sein Intralogistik-Geschäft. Denn neben Abfüll- und Verpackungsanlagen bietet Krones auch Software für Lagerverwaltung und Materialflusstechnik innerhalb von Unternehmen an. Geschäftsführer der Syskron wird Werner Frischholz, bislang im Vorstand der Krones AG für Anlagen und Komponenten verantwortlich. In der Region ist Frischholz bekannt: Von 1974 bis 1997 war er in der Werkleitung des Standortes Nittenau tätig.

Zum Kaufpreis für das 13 000 Quadratmeter große Areal samt zwei großen Gebäuden machte Kessler-Zieroth keine Angeben. Genutzt werden soll zunächst, nach kleineren Umbauten, der zur Straße hin gelegene Verwaltungsbau mit einer Nutzfläche von etwa 900 Quadratmetern. Als Grund für die Ansiedlung in Wackersdorf nannte die Krones-Sprecherin zum einen die räumliche Nähe und gute Verkehrsanbindung zu den Werken in Nittenau und der Zentrale in Neutraubling. Außerdem: Wackersdorf und der Landkreis Schwandorf hätten sich zu einem Zentrum der Logistik-IT gemausert. Und: Die Region biete Potenzial an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Der Standort Nittenau der Krones AG und der Tochter Evoguard wurde erst vor kurzen erheblich ausgebaut.

20 neue Arbeitsplätze sollen in Wackersdorf entstehen. Vorerst, wie Danuta Kessler-Zieroth sagte: Die Belegschaft könne durchaus bis auf eine dreistellige Zahl anwachsen. Die Syskron sucht neben IT-Spezialisten wie Softwarearchitekten auch Automatisierungstechniker, Einkäufer, SPS-Programmierer sowie Mitarbeiter für den technischen Service.

In der Lagerlogistik war Krones Teilhaber an der Klug GmbH in Teunz, die allerdings in die Insolvenz schlitterte. Im Bieterwettstreit um das Unternehmen unterlag Krones allerdings der TGW Logistic Group (wir berichteten). Stattdessen hat Krones die Intralogistik nun in der Syskron Holding GmbH gebündelt. Der Konzern bietet seinen Kunden komplett schlüsselfertige Abfüllanlagen an. Dazu gehört natürlich auch eine ausgetüftelte Lagerverwaltung und Materialfluss-Technik. Syskron werde sich aber nicht rein auf die klassischen Krones-Kunden fokussieren, sondern auch andere Märkte bedienen, sagte Danuta Kessler-Zieroth. Ob in Wackersdorf auch "Hardware" produziert werden soll, ist noch offen.

Für die "redipro" konnte Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jochen Wagner (Regensburg), keinen Investor finden, der das Geschäft des Integrations-Unternehmens weiter führt. Wie berichtet, war am 1. August das Insolvenzverfahren über die "redipro" eröffnet worden.
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