Hubertusfeier der Kreisgruppe Vohenstrauß im Bayerischen Jagdverband
"Wir wollen Jäger bleiben"

Die Jungjäger Reiner Strattner, Florian Forster, Christian Sterr, Manuel Bodensteiner und Jürgen Bodensteiner (von links) beäugten den vorgesetzten Trank zwar skeptisch, leerten ihn jedoch alle aus. Bild: fjo
Freizeit
Waidhaus
08.11.2016
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Die Hubertusfeier hat den Charakter eines Erntedankfestes. Die Jäger erinnern dabei an den Namenstag des Heiligen, der als Schutzpatron und Schirmherr der Jagd verehrt wird. Aber auch ein bestimmter Brauch hat dabei seinen festen Platz.

Pfrentsch. Die Kreisgruppe Vohenstrauß im Bayerischen Jagdverband feierte am Samstagabend im Ulrichsbergkirchlein mit Stadtpfarrer Pater Hans Ring aus Pleystein die Hubertusmesse. Die Gruppe der Grenzland-Jagdhornbläser um Leiter Eduard Forster aus Eslarn eröffnete im Anschluss die Hubertusfeier im 1884er Schützenhaus. Mit Daniel Keim hatte der Waidhauser Hegegemeinschaftsleiter Anton Schwarzmeier die Feier vorbereitet.

Immer Reibungen


Der Bürokratisierung mit Einordnung in Schubladen erteilte Kreisgruppen-Vorsitzender Christian Ertl eine Abfuhr: "Wir wollen Jäger bleiben, keine Schießer und auch keine Schädlingsbekämpfer." Denn das Berufsimage in der Bevölkerung sei noch ein anderes: "So wie wir uns geben, so mögen uns die Leute draußen." Freilich sei das "Jäger sein" immer auch mit Reibungen verknüpft. Doch es gebe genügend Mittel und Wege, um nicht mit Wanderern, Joggern, Spaziergängern oder Naturliebhabern ins Gehege kommen zu müssen.

Konkreter ging Schwarzmeier auf dieses Thema ein: "Der Freizeitdruck draußen wird immer größer." Er ging noch weiter: "Wir Jäger können die Natur viel intensiver erleben, als jeder andere."

Urkunden überreichte Hundeobmann Roland Bäumler aus Grub für die bestandene Jagd- und Begleithundeprüfung an Andreas Feneis aus Lohma, der mit seinem Labrador "Ruby vom Zottbachtal" die volle Punktzahl von 80 erreichte und somit einen ersten Preis holte. Auch mit 73 Punkten gab es noch einen ersten Preis für Andrea Feneis aus Lohma, die mit ihrem Labrador "Rondo vom Zottbachtal" teilgenommen hatte. Einen zweiten Preis mit 63 Punkten schaffte Sebastian Sperl aus Tröbes mit seiner "Elisa vom Oberpfälzer Seenland" der Rasse deutsches Drahthaar. Als Richterin war zur Abnahme mit Ute Ehbauer die Regierungsbeauftragte für Jagdhunde in Grub gewesen.

Weitere Urkunden erhielten Christian Krämer aus Wildstein, mit seinem Hund "Scotti" für 78 Punkte (erster Preis), Matthias Gleißner aus Gleiritsch ("Felix", 80 Punkte, erster Preis), Carmen Gruber aus Waldau ("Beauty", 80 Punkte, erster Preis), Michael Grunewald aus Saubersrieth ("Kurt", 80 Punkte, erster Preis) und Diana Völkl aus Braunetsrieth ("Molly", 70 Punkte, zweiter Preis).

Für die am 22. Oktober in Oberviechtach bei Verbandsrichter Balduin Schönberger aus Neunaigen bestandene Brauchbarkeitsprüfung gab es darüber hinaus Urkunden für Hans Krug aus Bechtsrieth (deutsches Langhaar "Caruso vom Murner See"), Andreas Feneis (Labrador "Rondo vom Zottbachtal"), Sebastian Sperl ("Elisa vom Oberpfälzer Seenland"), Roland Bäumler (Rauhaardackel "Eils von Primdskico") und Werner Ertl. Als Beirichter waren Johann Lobinger aus Wiesensüß und Bernhard Brandstätter aus Wildeppenrieth aktiv.

Keine Nachwuchsprobleme


"Damit das Brauchtum nicht auf der Strecke bleibt, auch wenn der Jägerschlag noch ein junger Brauch ist", leitete Brauchtumsbeauftragter Eduard Forster die Aufnahme der fünf neuen Jungjäger Christian Sterr, Florian Forster, Manuel Bodensteiner, Jürgen Bodensteiner und Reiner Strattner unter Mithilfe von Jungjägerbeauftragten Christian Enderlein aus Hartwichshof ein.

Ertl erklärte, dass der Nachwuchs für die Jägerschaft "kein Problem" sei. Anderes gelte für die Jagdhornbläsergruppe, weshalb er hierfür kräftig die Werbetrommel rührte. "Das Dabeisein dort ist ein Riesenspaß."

So wie wir uns geben, so mögen uns die Leute draußen.Kreisgruppen-Vorsitzender Christian Ertl
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