Jazzkneipe mit eigenem Honig
Waidhauser Imker unterhält freundschaftliche Kontakte nach Nürnberg

Einen ungewöhnlichen Besitzer haben die Bienenstöcke aus Ödbraunetsrieth, die Josef Kick (links) dem Jazzclub Nürnberg mit Ehrenvorsitzendem Helmut Schüler (rechts) an der Spitze geschenkt hat. Bild: fjo
Freizeit
Waidhaus
12.09.2016
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"Jetzt schon an Weihnachten denken", wird es bald wieder überall heißen. Das gilt aber nicht nur in der Werbung, sondern - wer würde das vermuten - auch für den Imker Josef Kick.

Ödbraunetsrieth. Bienen summen gewöhnlich, doch bei Josef Kick kommt noch eine jazzige Note ins Spiel. Schon seit zwölf Jahren hegt er innige Beziehungen mitten in die Nürnberger Altstadt. Helmut Schüler ist dort Ehrenvorsitzender des Vereins, der den europaweit bekannten Jazzclub betreibt.

Die Verbindung begann für Kick mit der Bienenzucht, da der Nürnberger um die Qualität der Königinnenzucht in dem Waidhauser Ortsteil wusste. Fast jedes Jahr erweitert Schüler die Anzahl seiner Völker mit Nachschub aus der böhmisch-bayerischen Grenzregion: "Ich habe da meine Rettungsinsel in Reinhardsrieth, wo ich jedes Jahr meine Bienen bekomme. Zwischenzeitlich sind wir richtige Imkerfreunde geworden."

Kick hätte sich nicht träumen lassen, einmal auf die Mithilfe Schülers angewiesen zu sein. Doch unverhofft kommt oft. Schuld daran war 2012 das Landratsamt Neustadt. Die Kreisbehörde bat den Honigproduzenten, mit seinen Erzeugnissen die neuen regionalen Marktstände auf dem Nürnberger Christkindlmarkt zu bestücken. "Zugesagt war gleich. Da wäre ich ja nicht ganz gescheit gewesen, mir so ein Angebot entgehen zu lassen. Diese Chance hast du wahrscheinlich nur einmal im Leben."

Aber egal, welche Quellen Ehefrau Sonja anschließend auch im Internet recherchierte: "Wir fanden kein Quartier für mich: entweder ausgebucht oder aufgrund der Übernachtungskosten völlig inakzeptabel." In einer der zahlreichen schlaflosen Nächte kam Kick der rettende Einfall: "Helmut müsste mir doch helfen können."

Büro als Herberge


Gleich am Morgen nahm er den Hörer zur Hand und trug sein Anliegen in Nürnberg vor. Doch eine schnelle Lösung wusste der Franke auch nicht. Aber Freundschaft findet einen Weg, und schließlich erhielt Kick das Angebot, im Büro des Jazzclubs - und damit direkt neben dem Christkindlmarkt - übernachten zu können. "Wenn wir dort den Schreibtisch auf die Seite schieben, und du legst dir eine Matratze hin, dann müsste das gehen." Seitdem biwakiert Kick dort regelmäßig im Advent, und er plant schon wieder für heuer. Missen möchte der Bienenexperte die Zeit als Standbetreiber auf dem wohl bekanntesten Christkindlmarkt der Welt auch in Zukunft keinesfalls mehr: "Da lernst du jedes Jahr wahnsinnig viele Leute kennen. Das kann man kaum glauben." Allein die Übernachtungen des hauptberuflich als Maurerpolier tätigen Reinhardsriethers im Jazzclub machen aber die Verbindung von Bienen und jener Musikrichtung noch nicht aus.

Spätestens nach der zweiten in Nürnberg verbrachten Adventszeit überkamen Kick Skrupel: "Ich brauchte ja keine Miet- oder Übernachtungsgebühren zu bezahlen." Nach langem Überlegen kam ihm der Gedanke, sich einfach mit Bienen zu bedanken. So übereignete er dem Jazzclub mit seinen aktuell fast 250 Mitgliedern kurzerhand einen ganzen Stock mitsamt Volk. Diese arbeiten seitdem ganz für den Nürnberger Verein.

Auf Motorrad in Oberpfalz


Kick sucht jeweils einen idealen Standort, um auch die Ergebnisse hoch halten zu können. Dabei fiel die Wahl heuer auf den Moosbacher Ortsteil Ödbraunetsrieth. Schüler weiß um den exquisiten Standort und fährt als begeisterter Motorradsportler ganz konkret immer wieder zum "Nachschauen" in die Oberpfalz. Der gesamte Honigertrag findet ja schließlich im Jazzclub reißenden Absatz: "Welche Musikkneipe hat schon eigenen Honig?"

Zum Abschluss viele Preise

Eslarn. (gz) Die Abschlussveranstaltung zum Kinderferienprogramm steigt am Donnerstag, 15. September, um 15 Uhr nicht im Rathaus, sondern in der alten Schulturnhalle. Alle Teilnehmer am Kinderprogramm sind eingeladen. Auf sie warten schöne Preise, und die Mädchen und Buben mit den meisten Stempeln dürfen als Erste unter den vielen Sachpreisen auswählen. Sie müssen die Stempelkarte zur Auswertung bis Dienstag, 13. September, im Rathaus abgeben.

Herbstbasar der "Kleinen Strolche"

Teunz. Die "Kleinen Strolche" veranstalten am Samstag, 1. Oktober, von 10 bis 12 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Teunz einen Herbstbasar. Schwangere haben bereits um 9.30 Uhr Zutritt. Warenannahme am Freitag, 30. September, Abholung am Samstag, 1. Oktober, von 17.30 bis 18.30 Uhr von 16 bis 16.30 Uhr. Angenommen wird "alles rund ums Kind", Nummernvergabe unter Telefon 09671/917007.

Schwarzes Brett

Eltern gegen Drogen

Bei der Selbsthilfegruppe der Caritas "Eltern gegen Drogen" wird Hilfe durch offene Gespräche und die Begegnung mit Angehörigen angeboten. Kontaktadresse: Caritas, Fachambulanz für Suchtprobleme, Ringstraße 55, Tirschenreuth, Telefon 09631/79891-0, Telefax 09631/79891-20.

Selbsthilfegruppen

Hilfestellung bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe und Informationen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe beim Landratsamt Neustadt/WN, Abteilung Gesundheitswesen, Christina Mücke, Telefon 09602/796190, oder CMuecke@neustadt.de.
Weitere Beiträge zu den Themen: Imker Josef Kick (2)Jazzclub Nürnberg (1)
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