Theaterverein "Dorfbühne"
Jesura spielt nun Hauptrolle

Bis um Mitternacht standen die Laienspieler am Samstag noch auf der Bühne. Wenige Stunden später stellten sich die Aktiven um Regisseur Josef Kleber (Zweiter von links) und Vorsitzende Silvia Kleber (rechts) beim Waidhauser Adventsmarkt in den Dienst einer guten Sache: Sie verkauften Fruchtspieße, der Erlös ist für die zehnjährige Jesura Emmanuel in Indien. Bild: fjo
Freizeit
Waidhaus
30.11.2016
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Der Waidhauser Theaterverein "Dorfbühne" zieht Bilanz seines jüngsten Stücks "Leberkäs und rote Strapse". Weit über 1500 Zuschauer aus Waidhaus, Eslarn, Vohenstrauß und Pleystein lachen über die Späße.

(fjo) Vorsitzende Silva Kleber und Regisseur Josef Kleber verteilten am Ende der letzten Aufführung Abschiedsgeschenke und erzählten so manche Anekdote. Ein besonderer Dank ging an Martina Wettinger, die für Schminke, Perücken und Kopfschmuck verantwortlich war.

17 Perücken, 22 Frisuren


Es waren 17 Perücken und 22 Frisuren im Einsatz, die im Minuten-Takt gewechselt wurden. Die Darsteller mussten dann auch entsprechend nachgeschminkt werden. Unterstützung erhielt Wettinger erstmals von Angelika Gollwitzer, während Brigitte Krämer die Stellung hinter der Bühne als Souffleuse hielt. Hardy Wamser, erhielt für zehn Jahre Bühnentätigkeit einen Gutschein. Regisseur Kleber gestand abschließend "mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Es war bestimmt nicht nur für mich ein sehr schönes, harmonisches und freundschaftliches Vierteljahr mit so viel Spielfreude und Spaß am Theaterspielen". Wenige Stunden später standen die aktiven Mitglieder beim Waidhauser Adventsmarkt bereits wieder ihren Mann. Sie verkauften Fruchtspieße, der Erlös ist für die zehnjährige Jesura Emmanuel in Indien. "Die Patenschaftskosten sollen nicht über den Theatererlös finanziert werden, sondern durch persönlichen Einsatz, wie es für einen Paten sein muss. Deshalb treffen wir uns regelmäßig seit acht Jahren zum Früchtespieße stecken", informierte Vorsitzende Kleber. Ging der Erlös zunächst an das Patenkind Raja, so unterstütze die "Dorfbühne" nun seit 2015 Jesura im Rahmen einer Kinderdorfpatenschaft des Vereins "Hoffnung für Menschen".

"Für die Mitglieder war sofort klar, dass es sich, wie beim ersten Patenkind, nicht nur um eine reine Geldspende handeln soll", sagte Josef Kleber. So gehöre auch ein Briefaustausch dazu, die Betreuung übernehme die Familie Mensch. Als weiteres weihnachtliches Projekt steht für den Theaterverein schon die nächste ehrenamtliche Arbeit vor der Tür. Zur Unterstützung des Johanniter-Weihnachtstruckers können Pakete bei Vorsitzender Kleber oder Jürgen Mensch abgegeben werden, außerdem in der Grundschule oder in der der Kindertagesstätte St. Emmeram. Die Paketlisten befinden sich in den Theaterprogrammheften und liegen in der Bäckerei Nahrhaft auf.
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