60-jährigen Bestehen der Zollkapelle Nürnberg
Waidhauser Sympathieträger

Die fünf Waidhauser Bernhard Kretschmer (links), Markus Bauriedl (zweite Reihe, links), Manfred Eberlein (rechts), Hermann Mack (vorne, Dritter von rechts) und Stefan Ach (zweite Reihe, Vierter von links) gehören zur Stammbesetzung der Zollkapelle Nürnberg. Bild: fvo
Kultur
Waidhaus
07.11.2016
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Warum waren Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Musikerchef Hermann Mack nicht bei der Premiere des Theatervereins? Ganz einfach: Das Festkonzert zum 60-jährigen Bestehen der Zollkapelle Nürnberg war zeitgleich in der Freiheitshalle Hof.

/Hof. Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl, Manfred Eberlein, Bernhard Kretschmer und Stefan Ach zählen seit vielen Jahren mit Mack zum Stamm des renommierten Ensembles. Ein musikalisches Potpourri zur Jubiläumsfeier vor 350 Gästen ging für das Quintett aus Waidhaus am Freitagabend der Theaterpremiere freilich vor.

Viel Elan und Herzblut


Die Zollkapelle präsentierte ausgewählte Stücke aus verschiedenen Genres in wechselnder Besetzung auf hohem Niveau. Zur Eröffnung und als stimmungsvoller Auftakt diente das Stück "Hawaii Five-O" von Morten Stevens. Walter Lengert, einst Abteilungsdirektor der ehemaligen Bundesfinanzdirektion Südost, begrüßte die Gäste: "Der langjährige Erfolg dieser Kapelle kommt im wahrsten Wortsinne vom Zusammenspiel und Zusammenhalt ihrer Mitglieder, bei denen es sich um Vollblutmusiker handelt, die mit viel Elan und Herzblut bei jedem Einsatz ihr Bestes geben."

Hofs Bürgermeistern Eberhard Siller unterstrich die enge Verbundenheit der Stadt Hof mit dem Zoll sowie der Zollkapelle Nürnberg. Unter Leitung von Dirigent Armin Scharnagl aus Konnersreuth gab das Orchester im ersten Teil des Festkonzertes ein vielseitiges Programm zum Besten, darunter ein Potpourri mit bekannten russischen Liedern und Filmmusiktiteln von Ennio Morricone sowie Peter Maffays Hit "Nessaja".

Nach der Pause stand im zweiten Teil des Konzerts die Big-Band-Formation unter Leitung von Thomas Sacher auf der Bühne, während die gesamte Moderation von der in Waidhaus bestens bekannten Katja Herrmann kam. Beim Publikum beliebte Klassiker, wie "New York, New York", "Ein bisschen Frieden" oder "Sentimental Journey" gehörten zu den Höhepunkten des Abends.

So war es nicht verwunderlich, dass es nach dem letzten Lied "American Patrol" stehende Ovationen gab und das Publikum lautstark "Zugabe" forderte. Hierfür übergab Scharnagl seinen Dirigentenstab an seinen Vorgänger Toni Ertl, der zum 60-jährigen Bestehen seinen ehemaligen Kollegen zum eigenen Lieblingsstück "Von der Tann-Marsch" den Takt vorgeben durfte. Nicht enden wollender Applaus ermöglichte auch noch den Titel "Amazing Grace".

Vier Zollkapellen


Die bundesweit noch vier existierenden Zollkapellen sind anerkannte Sympathieträger der Zollverwaltung und erfolgreiche Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit. Sie treten nicht nur regional an den vier Standorten in Aachen, Berlin, Freiburg und Nürnberg vor Publikum auf, sondern musizieren bundesweit bei Veranstaltungen des Zolls. Aber auch bei zahlreichen Auftritten im Rahmen externer Veranstaltungen erreicht ihre Musik die Herzen des Publikums.

Im Gegensatz zu musikalischen Einrichtungen anderer Behörden, wie etwa dem Musikkorps der Bundeswehr, sind die Mitglieder der Zollkapellen nur nebenamtlich im musikalischen Einsatz für ihren Dienstherrn - zusätzlich zu ihren eigentlichen zöllnerischen Aufgaben an verschiedenen Stammdienststellen. Vor diesem Hintergrund ist die anerkannt hohe Qualität ihres musikalischen Könnens besonders erwähnenswert.

Die Liebe zur Musik, zum gemeinsamen Musizieren und das persönliche Engagement dieser besonders musikalischen Zöllnern ist eine Grundlage dafür. Die Kapelle Nürnberg mit ihren derzeit rund 30 Mitgliedern tritt in vier Formationen auf: das große Orchester, die Big Band, das Blechbläser Ensemble und das Saxofon Ensemble.
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