"Dorfbühne" baut weiter auf musikalische Umrahmung
"Tanzlmusi" macht Theater

Musikvereins-Vorsitzender Manfred Eberlein (Zweiter von rechts) mischt gerne bei der "Tanzlmusi" mit, die sich derzeit intensiv auf den Waidhauser Theatermarathon vorbereitet. Bild: fjo
Kultur
Waidhaus
27.10.2016
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Seit 22 Jahren wird in Waidhaus erfolgreich Theater gespielt. Einen Teil dieser Beständigkeit kann sich auch die "Tanzlmusi" auf die Fahnen heften.

Die uralten Zwiefachen, Landler und Polkas, die momentan intensiv einstudiert werden, passen auch gut zu Kirwafesten landauf und landab. Der Musikverein beschäftigt sich mit dem überlieferten Notenmaterial aus einem ganz besonderen Grund.

Rund 30 Musikanten bereiten sich auf die ständig wechselnden Besetzungen für den in Kürze anstehenden Waidhauser Theatermarathon vor. Während die Laienspielschar des Theatervereins "Dorfbühne" an allen Novemberwochenenden komplett auf die Bühne muss, lässt sich so eine Dauerverpflichtung bei den Aktiven des Musikvereins nicht bewerkstelligen. Musikalischer Leiter Hermann Mack baut deshalb vor und bildet gleich "einen ganzen Haufen" Instrumentalisten für diese Einsätze aus.

Erfahrung gefragt


So kann auch hier die Terminflut in höchster Qualität gemeistert werden. Schließlich verlangen die Stücke mit ihren häufigen Rhythmuswechseln den Spielern gerade bei Zwiefachen eine gehörige Portion Erfahrung ab. Und auch die anderen altbayerischen Werke, wie beispielsweise der "Rheinländer" oder die "Hartenburger Polka" zählen nicht gerade zu den bekannten Melodien. Erklingen die Lieder aber erst einmal, so sind sie meist trotzdem auch den Nachwuchskräften zumindest ein wenig bekannt.

Außerdem gilt es eine Basis für das Zusammenspielen in unterschiedlichsten Besetzungen über alle Aufführungen hinweg zu schaffen. Zu den Blasinstrumenten gesellt sich bei der als "Tanzlmusi" bezeichneten Theater-Umrahmungs-Gruppe einzig ein Akkordeon. Hier wurde Konrad Zetzl als bühnenerfahrener Spieler gewonnen. Standesgemäß sind Bariton, Basstuba, Klarinetten, Tenorhörner und Trompeten vertreten. Mack stellte für die Theaterabende ein facettenreiches Potpourri an alter bayerischer Musikliteratur zusammen.

Die Umrahmung aller Aufführungen stellen nicht nur etwas Besonderes im Jahreslauf des Musikvereins dar, sondern überraschen vor allem durch die Konzentration auf altbayerische Musik. Es ist der einzige Zyklus, bei dem der böhmische Einschlag in den Hintergrund rückt und den oberbayerisch-alpenländlichen Zügen in der Volksmusik der Vortritt eingeräumt wird.

Ein größerer Teil erfahrener Musikanten wird deshalb allabendlich den Stamm bilden, einige Nachwuchstalente werden jeweils eingebunden. Freuen dürfen sich alle Theaterbesucher außerdem auf einige gesangliche Stücke. Gespielt wird jeweils eine halbe Stunde vor dem Beginn, während der Pausen und zum Ausklang.

Premiere am 4. November


Zusätzlich übernimmt die "Tanzlmusi" am Freitag, 4. November, die Umrahmung der Premierenfeier. Die beiden Vorsitzenden des Theatervereins, Silvia Kleber und Christine Wellert, wissen mit Regisseur Josef Kleber um den Wert der allabendlichen Einsätze, die nicht zuletzt aufgrund ihrer Tradition weit und breit ihresgleichen sucht.
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