200er-Schallmauer geknackt

Der VdK Waidhaus ehrte treue Mitglieder. Spitzenreiter ist Hans Pressl (vorne, Mitte), der seit 55 Jahren dabei ist. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
23.09.2015
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Der VdK Waidhaus freut sich über eine hervorragende Mitgliederentwicklung. In der Jahreshauptversammlung stand jedoch noch ein weiteres Thema im Mittelpunkt.

"In Anbetracht des Flüchtlingsdramas kann man als gemeinnütziger Sozialverband nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Für uns Verantwortliche vom Sozialverband VdK bleibt bei allem Für und Wider in der Flüchtlingsdebatte die große Sorge, dass unsere Armen und Bedürftigen benachteiligt werden. Fragen wie Altersarmut, sozialer Wohnungsbau, Witwenrente, Elend der Alleinerziehenden - als Beispiele genannt - werden den VdK in hohem Maße fordern", sagte Vorsitzender Helmut Federl beim Treffen am Sonntag im Gasthof "Alte Post". Ohne Ausnahme pflichteten die Mitglieder dieser Aussage uneingeschränkt bei.

204 Mitglieder

Danach hatte Federl aber eine sehr positive Nachricht: Der Ortsverband hat die seit Jahrzehnten erhoffte Schallmauer von 200 Mitgliedern durchbrochen. Obwohl Marianne Günter und Frank Püchmüller starben und es eine Kündigung gab, ist der Stand von 191 auf 204 gestiegen: "Endlich kann Waidhaus in Zukunft zwei Delegierte stellen." Vorrangig würden beim Ortsverband Mitglieder betreut, die sich in sozialer Bedrängnis befinden. Diese Arbeit geschehe im Stillen und sei auch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Bei Bedarf fänden auch Hausbesuche statt. Und auch die Bewohner in den umliegenden Senioren- und Pflegeheimen würden besucht.

Großes Vertrauen

"Insgesamt genießt der VdK bei der Bevölkerung ein bemerkenswertes Vertrauen. Und dieses Vertrauen möchten wir nicht verlieren", unterstrich zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl. Seniorenbeauftragte Irmgard Botha stellte ihre Arbeit vor. Die "gut angenommenen" monatlichen Sprechtage im Rathaus griff Kreisgeschäftsführer Siegmund Bergmann auf.

Kreisvorsitzender Josef Rewitzer lobte "den gut aufgestellten Ortsverband". In Sachen Barrierefreiheit bescheinigte er den Waidhausern eine "Vorbildfunktion". Zwei Personen traten noch während der Versammlung bei. Nicht nur die Neuzugänge bestätigen den Aufwärtstrend des VdK Waidhaus. Stolz sind die Verantwortlichen auch auf treue Mitglieder. Seit 55 Jahren sind Karl Nickl aus Reinhardsrieth und Hans Pressl aus Pfrentsch dabei. 40 Jahre: Josef Lindner und Eugen Woppmann senior. 25 Jahre: Hans Kaas. 20 Jahre: Annemarie Federl, Franz Werner, Martin Wittmann, Anton Binder senior und Herbert Eisen. 10 Jahre: Margret Solfrank, Hans Hanauer, Peter Zwick, Willi Nahrhaft, Stephan Ach, Gerhard Schmidt, Ewald Zetzl und Johann Krämer.
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