Abfertigungsanlage fällt

Mitte April werden die alte Lastwagen-Abfertigungsanlage (links) und die kleine Holzbaracke (Mitte) abgerissen. Dadurch besteht die Möglichkeit, im nächsten Jahr die Straße rund vier Meter zu verschieben, damit sie nicht mehr so nah am ehemaligen Zollabfertigungsgebäude (rechts) vorbeiläuft. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
27.03.2015
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In wenigen Wochen fallen zwei Überreste aus der Zeit der Grenzkontrollen am Landstraßen-Grenzübergang in Waidhaus der Abrissbirne zum Opfer. Später erwischt es auch noch Teile der Straße.

Die alte Lastwagen-Abfertigungsanlage und die kleine Holzbaracke am Grenzübergang B14 sind kein schöner Anblick. Sie gehören dem Freistaat. Das Staatliche Bauamt in Weiden hat daher entschieden, die beiden Bauwerke abzureißen. "Das wollten wir schon seit dem Wegfall der Grenzkontrollen Ende 2007 machen, aber die Holzbaracke war bis zum vergangenen Jahr noch von der Polizei belegt", erklärt Baurat Gerhard Kederer.

40.000 Euro Abrisskosten

Geplant ist die Aktion Mitte April (Kalenderwoche 17). Die Kosten liegen bei rund 40.000 Euro. Das ist aber nur der erste Schritt. Da das ehemalige Zollabfertigungsgebäude stehen bleibt und die Straße sehr knapp daran vorbeiläuft, plant das Bauamt im nächsten Jahr, die Fahrbahn um etwa vier Meter zu verschieben. Das Gebäude ist in Privatbesitz. Ein weiterer Vorteil der Maßnahme: Nach dem Umbau soll die Geschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde erhöht werden. Derzeit ist sie auf 40 "Sachen" gedrosselt. Außerdem erklärt der Baurat, dass der bestehende Radweg um ein paar Meter bis zur Landesgrenze verlängert wird.

Den Abriss findet Margit Kirzinger, Bürgermeisterin von Waidhaus, grundsätzlich richtig. "Darüber sind wir nicht traurig." Allerdings hat sie einen kleinen Kritikpunkt: "Mich wundert schon, dass man auf einmal die Straße verlegen kann." Denn vor einigen Jahren wollte der Heimatkundliche Arbeitskreis Waidhaus am Grenzübergang eine Dokumentationsstelle einrichten. Dazu hätte allerdings die Straße verlegt werden müssen.

"Dies wurde uns verweigert. Wir waren sogar in München. Dort sagte man uns, so etwas ist unmöglich. Jetzt geht es aber auf einmal", sagt Josef Forster, Vorsitzender des Arbeitskreises. Dazu erklärt Kederer: "Das wird nur ein kleiner Eingriff. Es ist keine richtige Verlegung, eher eine Verschiebung."

Letztendlich sind aber alle mit der momentanen Lösung zufrieden. Die Bürgermeisterin will nach dem Abriss der beiden Bauwerke auch versuchen, die verantwortlichen Personen zu überzeugen, den Platz am Grenzübergang ein wenig zu verschönern. "Schließlich ist das eine Visitenkarte von Waidhaus. Gäste, die aus Tschechien kommen, sehen das zuerst."
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