Alleinstellung ausbauen

Viele große Plakate im Sitzungssaal vermittelten ein Bild vom künftigen "Vital-Generationenpark" in der Freizeitanlage "Bäckeröd". Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
17.09.2015
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Wieder ein Stück weiter auf den Weg brachte der Waidhauser Marktrat die beiden Leader-Projekte. Aus der Arbeitsgruppe gab Projektleiterin Kerstin Wilka-Dierl einen Einblick zum Planungsstand.

Die Kräuterbeete seien vorrangig in der Hanglage zwischen Gedenkstein und Kreuz vorgesehen. Entlang der aus einer wassergebundenen Oberfläche bestehenden Wege könnten Infotafeln über die einzelnen Pflanzen zweisprachig aufgestellt sein. Im Kostenvoranschlag sei außerdem eine Zisterne enthalten, da dort keine Erschließung bestehe. Die Projektleiterin plädierte wegen eines damit verbundenen möglichen Wassermangels aber lieber für eine Wasserleitung aus Richtung Pfälzer Hof. Bei den veranschlagten Gesamtkosten von rund 135 000 Euro sah sie Einsparmöglichkeiten, die sich durch andere Posten wieder ausgleichen ließen.

Bedeutendes Infozentrum

Mit verschiedenen Argumenten versuchte Bürgermeisterin Margit Kirzinger das Gremium zu begeistern. Waidhaus könne überregionale Bedeutung erlangen und sein Alleinstellungsmerkmal, die lange Imkertradition, mit den neuen Kräuterführerinnen ausbauen. Die Rathauschefin sah darin die Chance, ein bedeutendes Infozentrum zu erhalten. Ehrenamtliche hätten bereits regelmäßige Führungen durch Imker und Kräuterführerinnen zugesagt. Die ganze Sache sei vom Konzept her gut durchdacht und würde Waidhaus touristisch erheblich aufwerten. Das Gremium beschloss einen Gesamtkostenumfang von 150 000 Euro, drei Gegenstimmen kamen von der CSU-Fraktion.

Geschäftsleiter Josef Forster informierte anschließend über das Thema "Vitalpark". Aus den Befragungen und Abstimmungsverhalten aller bisherigen Interessenten hätten sich eine neun Meter hohe Seilnetz-Pyramide, ein Boulder- und Klettergarten für alle Altersgruppen, Sand-Matsch-Anlage und Freiluftklettern, Fußball-Golf sowie Fitnessgeräte herauskristallisiert. Kosten: 230.000 Euro. Mit 150.000 bis 160.000 Euro müsste aber auszukommen sein. "Die Bühne bröckelt schon", schnitt Forster ein zweites Thema an. Und mit Beweisfotos forderte er: "Da brauchen wir eine vernünftige Anlage als Ersatz, was mit Kosten von 30.000 Euro verbunden sein dürfte." Das sollte jedoch eine Extramaßnahme werden. Gabi Wolf (CSU) und zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl (UWG) forderten eine schnellstmögliche Beseitigung der Bühnenüberdachung.

Die Entscheidung über die Höhe des Zuschusses erwartete Kirzinger für das erste Quartal 2016. Auch hier plädierte sie für ein Vollkonzept. Da Josef Schmucker (UWG/PL) und SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug sich für eine Erhöhung der Antragssumme auf 200.000 Euro aussprachen, trug Stefan Harrer (CSU) eine Erhöhung als einziger nicht mit.

Genügend Abstand

Beim Antrag auf Bau eines Lagerschuppens handelte es sich um die von der Siedlergemeinschaft langersehnte Gerätehalle. Bauamts-Leiterin Wilka-Dierl zerstreute die Bedenken, denn zwischen dem Lager der Vereinsgemeinschaft und dem geplanten Neubau blieben sechs Meter Abstand zum Rangieren und Beladen. "Diese Fläche wird auch sichergestellt", bestätigte Kirzinger. Einstimmig befürwortete das Gremium die vorgelegten Pläne.
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