Auch ohne Vereinsgemeinschaft: Maibaum in Waidhaus
Lautes "Hauruck"

Lokales
Waidhaus
04.05.2015
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Erstmals ziert ein Maibaum ohne Anstrich den Marktplatz. Und das hat folgenden Hintergrund: Auch wenn die Vereinsgemeinschaft derzeit noch ruht, wollten die Waidhauser keinesfalls auf ihr Brauchtum verzichten.

Unter Federführung von Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Marktrat Ewald Zetzl wurden die vier Jubiläumsvereine deshalb ins Rathaus gebeten. Die Mitglieder des Theatervereins "Dorfbühne", vom Krieger- und Soldatenverein, dem Raupen- und Baggerverein und die Motorradfreunde ließen sich nicht zweimal bitten.

Im ersten Arbeitseinsatz ging es in den Wald, wo Fachmann Norbert Zitzmann den zukünftigen Maibaum fällte. Gemeinsam wurde er zum Bauhof transportiert und dort geschält. Ein Anstrich ist erst im nächsten Jahr möglich, wenn der Baum ausgetrocknet ist. Pünktlich zur Zeremonie hatte es aufgehört zu regnen, und es fanden sich die Jubiläumsvereine am östlichen Ortsrand ein, um "ihren" Maibaum bei strahlenden Sonnenschein zu seinem Bestimmungsort zu begleiten. Im Festzugtakt des Musikvereins Waidhaus, angeführt von Bürgermeisterin Kirzinger, ihrem Stellvertreter Markus Bauriedl und Zetzl, steuerte Jochen Randig den Maibaum geschickt durch die Straßen. Am Marktplatz warteten bereits viele Zuschauer am Straßenrand und Robert Lindner jun. mit seinem Kran zur Absicherung.

Mit lautem "Hauruck" feuerte Zetzl die Frauen und Männer der Jubelvereine an, die mit sogenannten Schwalben den Baum Richtung Himmel stemmten, während Mitglieder des Krieger- und Soldatenvereins die Braterei und die Frauen der "Dorfbühne" den Ausschank besetzten. Mit "Bravo"-Rufen und viel Applaus bestätigten die Zuschauer, dass der Baum die Senkrechtstellung erreicht hatte. Gemeinsam wurde mit böhmischen Klängen auf dem Baum angestoßen und noch manches Bierchen getrunken.
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