Beste Freunde

Bürgermeisterin Margit Kirzinger (links) empfing mit ihrem Kollegen Reiner Gäbl im Waidhauser Rathaus (von rechts) Senator Miroslav Nenutil, Abgeordneten Václav Votava und Josef Felber aus Tschechien. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
19.01.2015
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Die Kontakte zwischen tschechischen und deutschen Grenzgemeinden sollen besser werden. Um die Freundschaft voranzubringen, erschien in Waidhaus eine Delegation aus dem Nachbarland.

Diese Zusammenkunft sollte unbedingt in den ersten Tagen des neuen Jahres sein, um das künftige Miteinander auf ein noch besseres Niveau zu heben. "Wir möchten uns für unsere Freunde von nun an mehr Zeit nehmen." Tschechiens Senator Miroslav Nenutil sprach der stellvertretenden Landrätin und Bürgermeisterin Margit Kirzinger damit aus der Seele. Er sah in regelmäßigen Treffen die "Basis zu einem besseren Kennenlernen", was in Zukunft über allein festliche Anlässe hinausgehen solle.

Eslarn mit dabei

Mit im Boot ist auch die Nachbargemeinde Eslarn, weshalb Bürgermeister Reiner Gäbl am Freitagnachmittag an der Arbeitssitzung teilnahm. Und von böhmischer Seite ergänzte Parlamentsabgeordneter Václav Votava die Runde. Das Ausbauen der seit 1993 mit Rozvadov bestehenden Kommunalpartnerschaft führte Kirzinger als eines ihrer fest ins Auge gefassten Bestrebungen an. Beispielhaft verwies sie auf die Feuerwehren beider Gemeinden, die ein "sehr gutes Miteinander und gemeinsame Aktionen" pflegten. Den grenzüberschreitenden Sprachkurs hob sie lobend hervor. Gleiches gelte für den Turn- und Sportverein, der mit seinen Sparten Fußball und Tennis in steter Folge einen länderübergreifenden Austausch forciere. "Last, but not least" kam sie auf den Musikverein zu sprechen, dem die Zusammenarbeit mit der Musikschule in Stríbro ein richtiges Herzensanliegen sei.

Als aktueller Höhepunkt stehe die Teilnahme am Programm der diesjährigen Kulturhauptstadt Pilsen bereits fest. Am 24. Juni gebe es in der renovierten Kirche von Rozvadov ein Konzert. Und schon am 7. März unterstütze ein weiteres Konzert beider Musikschulen in der Vohenstraußer Stadthalle den Verein "Hoffnung für Menschen". Besonders freute sich Kirzinger über eine Einladung: Der Waidhauser Marktrat wird an der nächsten Gemeinderatssitzung in Rozvadov teilnehmen. Wie eine funktionierende Nachbarschaft aussehen könne, schilderte Bürgermeister Gäbl am Beispiel der Schulen von Bela nad Rabuzou und Eslarn. Außerdem verwies Gäbl auf die intensive Zusammenarbeit beim Tourismus. Während Waidhaus die Drehscheibe für den Verkehr zwischen Ost und West sei, stehe Eslarn für ein grenzüberschreitendes Wandern und Radfahren. Zum Heimatfest 2015 sprach er Einladungen an die tschechischen Bürger aus: "Da freuen wir uns über jeden Besuch aus Böhmen."

Als weiteres Anliegen brachte Kirzinger ein Vertiefen der Beziehungen zwischen Kindern und Jugendlichen auf den Tisch. Für die Kindertagesstätte "St. Emmeram" und die Grundschule wären regelmäßige gemeinsame Tage mit verschiedenen Unternehmungen ein Einstieg. Nenutil verwies dazu auf das Beispielprojekt zwischen den Städten Marktredwitz und Cheb.

Sliwowitz, Kommunbier

Die Qualität des Treffens besiegelte der Austausch von Geschenken. Für die beiden Bürgermeister gab es hochwertige Bücher über das tschechische Parlament und Sliwowitz. Die Gäste aus Tschechien freuten sich über Kommunbier aus Eslarn und die dazu passenden Waidhauser Marktkrüge. Für eine einwandfreie Verständigung sorgte Josef Felber aus Stríbro als Dolmetscher.
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