Big Band der Zollkapelle Nürnberg begeistert Zuhörer
Doppelter Grund zum Feiern

Mit einem Strahlen im Gesicht präsentierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger (Zweite von rechts) die Big Band der Zollkapelle Nürnberg unter Leitung von Thomas Sacher (links). Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
31.07.2015
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14 Musiker, 16 Stücke, 82 Zuhörer und ganz viel Applaus: Der Serenadenabend am Mittwoch verlief trotz Verlegung ins Gemeindezentrum als musikalischer Genuss erster Klasse. Wenn da auf einmal die ganze Kapelle von ihren Instrumenten Abstand nimmt und geschlossen "Pennsylvania VI 5000" ins Publikum ruft, war das schon etwas Besonderes.

Ausweichquartier

Bereits mit dem ersten Titel ließ die Big Band der Zollkapelle Nürnberg wissen, was die Stunde mit sich bringt: "Feuer". Nach Marianne Rosenbergs Schlager erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger zum Ausweichen nach drinnen: "Das Wetter hat uns heute nicht in gewohnter Manier unterstützt." Und über die Musiker wusste sie: "Wir freuen uns wahnsinnig über dieses Ensemble."

Ein Strahlen auf deren Gesichter zeichnete die stellvertretende Landrätin spontan mit ihrer Bemerkung zum "guten Ausgang" des Gesprächs zur Zukunft der Zollämter in Weiden und Waidhaus (wir berichteten): "Das feiern wir heute gleich." Den wohlwollenden Empfang nahm Leiter Thomas Sacher gerne an, bestätigte: "Wir sind gerne zu euch gekommen" und versprach "viel Spaß und gute Unterhaltung".

Heimspiel für vier Musiker

Vier der zehn Musiker kommen aus Waidhaus, was die Verpflichtung in den Grenzmarkt erklärt. Dazu war viel fremdes Publikum. "Strangers in the Night" blieb somit nicht nur ein weiterer Titel, sondern fast schon Programm. Zumal Sacher sofort mit der Vorstellung seiner Mitwirkenden am Saxofon startete: Hermann Mack, Matthias Tischendorf und Hans Pfeiffer.

Bei Gilbert O'Sullivan's "Matrimony" dominierte das Posaunenregister aus Bernhard Kretschmer, Stefan Ach, Rainer Zehent und Andrea Herbert. Damit war auch die erste der drei Damen unter den elf Herren genannt, die nicht nur als Co-Moderatorin wirkte, sondern auch mit Gesang. "Ein bisschen Frieden" oder "Liebeskommer lohnt sich nicht" etwa und da reckten sich die Hälse vieler Zuhörer enorm in die Höhe, um nicht nur zu lauschen, sondern auch um noch mehr zu sehen. Spätestens als gleich darauf "Mit 66 Jahren" folgte, wippte und bewegte sich mindestens der halbe Zuschauerraum zum Rhythmus der Musik.

Überhaupt war das Publikum stets ganz Ohr angesichts so vieler Kracher, Knüller und sanfter Stücke im steten Wechsel. Beschrieb dann Andrea Herbert dazu noch in bunten Farben anhand eines Textes aus dem Jahr 1925 die erforderlichen Bewegungen beim Charlston, so war der ganze Saal aus dem Häuschen. Simone Dietl (Schlagzeug) und Michaela Harrer (Flügelhorn) vervollständigten übrigens die weibliche Seite der Big Band.

In einer kurzen Pause erhaschten die Gäste exklusive Sachen an der Theke bei Heike und Markus Bauriedl. Danach nahmen alle wieder Platz, um ein musikalisches Potpourri mit Titeln aus der Wirtschaftswunderzeit mit Herbert Bergmann an der Gitarre zu genießen. Ein fein durch die Trompeten von Egon Herrmann, Armin Scharnagl und Markus Gmeiner in der zweiten Stimme begleiteter Gesang krönte den "Bosanova".

Die "für Waidhaus sowieso obligatorische Zugabe" bestand aus "In the Mood" mit drei angedeuteten Schlussszenen. Dazu erarbeitete sich das Publikum als weitere Zugabe auch noch den "Mitternachtsblues" selbst, anhand von kaum enden wollenden Beifall, zu dem sich alles geschlossen erhob. Sacher blieb nur noch zu sagen: "Auch uns hat es bei euch super gefallen."
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