"Bücherei Waidhaus"

Nicht nur bei Vorlesestunden ist in der Pfarrbücherei fiel los. Mit 3000 Euro unterstützt der Marktrat den Aufwärtstrend und genehmigte zudem die Umbenennung in "Bücherei Waidhaus". Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
21.01.2015
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Einen nächsten Schritt kann die Pfarrbücherei in diesen Tagen wagen. Der Marktrat erteilte der katholischen Kirchenstiftung die Erlaubnis zur offiziellen Umbenennung in "Bücherei Waidhaus". 3000 Euro Zuschuss gab es obendrein.

Mit der Namensänderung wolle die Einrichtung auch nach außen verdeutlichen, für alle Bürger offen zu sein. Denn Personal und Bücher würden in Teilen der Bevölkerung noch ganz auf kirchlicher Seite gesehen, zitierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger aus dem vorliegenden Antrag.

Deutliches Lob

Vor der einmütigen Abstimmung sparte sie nicht mit einem deutlichen Lob an Pfarrer Georg Hartl und das gesamte Büchereiteam um Leiterin Gertie Kreuzer für die fortwährenden Arbeitsleistungen - gerade auch in Bezug auf das Heranführen des Nachwuchses an das Lesen. Kirzingers Stellvertreter, Markus Bauriedl, riet bei der sich anschließenden Aussprache zu einer Ausweitung der Öffnungszeiten über das Umfeld der Gottesdienste hinaus.

In einem zweiten Punkt beschäftigte sich das Gremium mit der Gewährung eines Zuschusses für die Ausstattung. Schon im Jahr 2013 habe der Marktrat über eine Förderung diskutiert, erinnerte die Bürgermeisterin. Vor allem den vier "Kochbuchfrauen" sei von Beginn an daran gelegen, einen Teil des Überschusses der Bücherei zur Verfügung zu stellen.

Nun stehe aus dem Verkauf - allein in Waidhaus - bislang ein Plus von rund 16 000 Euro fest. Ergänzend bemerkte sie, dass die Bücherei in den bisherigen Jahren keinen festen Zuschuss aus dem Gemeindehaushalt erhalten habe.

Keine digitale Ausleihe

Dem im Antragsschreiben angeführten Digitalisieren der Ausleihe erteilte UWG-Fraktionssprecher Josef Schmucker jedoch eine Abfuhr: "Ob das unbedingt per Computer gemacht werden muss, das möchte ich in Frage stellen." Kirzinger konnte die Markträte im Zuge einer dadurch aufkommenden Zweckbindung überzeugen, hiervon Abstand zu nehmen. Das Büchereiteam kann den Betrag nun nach eigenem Gutdünken einsetzen.

Aus den nicht öffentlichen Themen der vorangegangenen Sitzung kam der Gasliefervertrag für die Kommune zur Sprache. Mit verbesserten Konditionen ginge dieser beim bisherigen Anbieter in die Verlängerung. Und an der ehemaligen Bauhofhalle "In der Trath" seien Holzlagerplätze für Privatwerber entstanden. Umfangreich waren die Informationen der Bürgermeisterin aus der vorhergehenden Lenkungsausschusssitzung zum Fortgang der Städtebauförderung: Bei einem Treffen in Niedermurach habe sich gezeigt, dort laufe es analog und es gebe die gleichen Probleme: "Aber auch kein Rezept." Die Diskussion über das Logo "Waidhaus 2030" führe zu einer Neugestaltung.

Leerstand-Kataster

Der Ausschuss konnte sich auf neue Inhalte für den Werbeständer und eine Überarbeitung der Bürgerbroschüre verständigen. Zum Ausbau des Leerstand-Katasters sollen nun Gespräche mit Eigentümern und Besitzern der Häuser folgen. Über das Festlegen des Zeitplans für 2015 gehörte Architekt Rudolf Meißner die Aufmerksamkeit, der seine Pläne für das Umfeld der Autobahnkirche vorstellte.
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