Bürger wollen die Versetzung

Momentan steht das Kriegsmahnmal auf dem Marktplatz in Waidhaus. Geht es nach den Bürgern, soll es verlegt werden. Wohin, steht noch nicht fest. Ein Favorit ist der ehemalige Bahnhof. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
20.05.2015
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Die Waidhauser haben entschieden: Bei einer Befragung sprach sich die Mehrheit für die Verlegung des Kriegermahnmals aus. Ob dies aber auch wirklich geschieht, steht noch nicht fest.

Trotz des relativ kurzen Termins nahmen über 50 Prozent der Bürger an der Befragung teil. "Manche Europawahl würde sich eine solche Beteiligung wünschen", kommentierte Geschäftsleiter Josef Forster. Für ihn sei das auch ein Zeichen, "wie sehr das Thema die Einwohner beschäftigt".

Grundlage für Architekt

Mit der Umfrage ist keineswegs schon die Versetzung des Kriegermahnmals beschlossen. Sie ist lediglich die Grundlage, damit der Architekt unter anderem auch in diese Richtung planen kann. Erst die Entwürfe mit den verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten werden zeigen, ob ein neuer Standort notwendig wird.

1823 Stimmzettel hatte die Kommune zur Kriegermahnmal-Umfrage ausgegeben, analog der Zahl der Wahlberechtigten. 928 davon, also 50,9 Prozent, wurden im Rathaus abgeben. 513 Bürger (55,28 Prozent der abgegebenen Stimmzettel) könnte sich mit einer Verlegung des Standorts anfreunden. Aber es kamen auch 411 Gegenstimmen (44,29 Prozent der abgegebenen Stimmzettel). Vier Zettel gingen leer zurück.

189 Anmerkungen

Von den abgegebenen Stimmzetteln enthielten 189 Anmerkungen: 102 bei der Befürworter- und 87 auf der Ablehnerseite. Bei den Ja-Stimmen schlugen 41 Bürger den vorgeschlagenen Standort beim ehemaligen Bahnhof vor, 10 das Grundstück bei der Schule (unterhalb des ehemaligen Schwesternheims hinter dem Buswartehäuschens).

Weitere Nennungen waren unter anderem der Standort am ehemaligen Rathausplatz (zwischen Rathausgasse und Restaurant "LaVida") und der Platz zwischen Kirche und Anwesen Grötsch. Außerdem regten 10 Waidhauser an, die Bushaltestelle am bisherigen Standort (ehemaliger Bahnhof) zu belassen (Hintergrund).

Bei den Nein-Stimmen untermauerten 13 Bürger ihre Entscheidung mit geschichtlichen und menschlichen Gründen. 23 Teilnehmer schlugen vor, das Geld für andere Zwecke (Straßenbau, Gebäudesanierung, Arbeitsplätze) zu verwenden oder zu sparen. Weitere Nennungen beschäftigten sich mit dem Wunsch nach weniger Verkehr, einer Umgestaltung des Marktplatzes mit dem Kriegermahnmal und dem Erhalt der Bäume am Mahnmal.
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