Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch besucht Bundespolizeiinspektion Waidhaus - Thema Migration ...
Bundespolizei bittet um mehr Personal

Dienststellenleiter Uwe Landgrebe (rechts) von der Bundespolizei Waidhaus stellte Uli Grötsch den neuen Mercedes E 250 BlueTEC als ziviles Fahndungsauto vor. "Für die Tätigkeit auf der Autobahn braucht es auch die entsprechende Ausrüstung", sagte Grötsach.
Lokales
Waidhaus
05.09.2015
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Die Themen Flüchtlinge und Migration waren zwei Schwerpunkte beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Polizeidirektor Uwe Landgrebe erklärte, dass seine Leute neben den sonstigen Aufgaben täglich 40 bis 80 Flüchtlinge, die in Passau strandeten, polizeilich abarbeiten.

"Wir brauchen Lösungen für den Winter", erklärte Landgrebe. Man habe bereits drei Wohn- und einen Toilettencontainer beantragt. Insgesamt gehe die derzeitige Lage auf Kosten der Fahndung.

"Unsere parlamentarische Sommerpause lag noch nie so unpassend wie heuer", meinte Grötsch. Jeder rechne damit, dass sich die Lage in absehbarer Zeit nicht ändern werde. "Die Situation in Syrien ist nach wie vor katastrophal und zwingt die Menschen zur Flucht aus ihrem Land. In Deutschland leisten alle mit der Thematik befassten Menschen großartige Arbeit: Das beginnt bei den Polizisten und geht über die Landratsämter bis zu den ehrenamtlichen Helfern vor Ort", lobt der Abgeordnete. Man müsse sich jedoch im Klaren sein, dass es sich um kein momentanes Phänomen handle, sondern um die erste Stufe einer großen gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Weiter gehe es im zweiten Schritt, die Migranten zu integrieren und im dritten, für sie Wohnraum zu schaffen.

Landgrebe forderte, die derzeit vakanten Stellen in Waidhaus zumindest schrittweise nachzubesetzen. Auch brauche man wieder junge Kontroll- und Streifenbeamten, um der Überalterung der Dienststelle entgegenzuwirken.

"Trotz allen Verständnisses für die derzeitige personelle Mehrbelastung der Dienststellen an der österreichischen Grenze müssen auch die Inspektionen an der tschechischen Grenze handlungsfähig bleiben". Grötsch versprach, sich im für die Bundespolizei zuständigen Innenausschuss dafür einzusetzen.
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