Bushaltestelle muss weichen

Nur wenige Waidhauser wissen, dass ihre Ortsmitte einst "Hindenburgplatz" hieß. Im kommendne Jahr soll der Bereich durch den dritten Bauabschnitt der Städtebauförderung eine völlig neue Optik erhalten. Repro: fjo
Lokales
Waidhaus
15.05.2015
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Zum künftigen Standort des Kriegermahnmals befragt Waidhaus die Bürger. Der Marktrat beschloss nun, die Bushaltestelle auf den Marktplatz zu verlegen. Bürgermeisterin Margit Kirzinger sieht darin "eine erste Maßnahme, damit dort auch Menschen hinkommen und der Platz mehr belebt wird."

UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker unterstützte dieses Ansinnen ohne Ausnahme: "Wir wollen das auf jeden Fall." Für die CSU hätte sich Ewald Zetzl die gleiche Bürgerbefragung wie zur Standortverlegung des Kriegermahnmals gewünscht. Kirzinger sah bei dieser Entscheidung jedoch den Marktrat gefordert.

Eine Gegenstimme

Gabi Wolf plädierte gegen eine Verlegung, da die Busse von Kindertagesstätte und Schule weiterhin an den bisherigen Stellen an- und abfahren würden. Die Entfernung zwischen den Haltestellen würde damit zu groß. Dem hielt Schmucker entgegen, dass ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen wegen ihrer Wohnorte künftig die Hauptstraße gar nicht mehr überqueren müsste. Beim Beschluss blieb es bei der einzigen Gegenstimme von Wolf.

Die Rathauschefin informierte außerdem über die Sitzung des Lenkungsausschusses. Das Thema Leerstands-Management habe wieder einen hohen Stellenwert gehabt. Für den großen Frühlingsmarkt am Sonntag, 17. Mai, seien die letzten Vorbereitungen gelaufen. Freuen dürfe sich die Region auf 25 Anbieter mit einem großen kulinarischen Angebot, auch beim Mittagsessen.

Als "tollen Erfolg und schöne Sache" fasste Kirzinger den "Tag der Städtebauförderung" zusammen. Hoffnung hege die Kommune für einen Baubeginn zur Anbindung der Eslarner Straße noch heuer. Für die Aufwertung der Kreuzberganlage zum "Lernort Biene" stand der Auftrag zur Vorbereitung des Förderungsantrags und der Kostenberechnung an das Landschaftsarchitekturbüro Franz Rembold, Nabburg, zur Debatte. Dessen Angebot über 7700 Euro nahm das Gremium einstimmig an, zumal damit ein sehr enger Zeitplan im Hintergrund verbunden sei.

Zur Vergabe des Breitbandausbaus präsentierte Günther Pichlmaier von der Firma Corwese eine aufbereitete Grafik zur Erschließung, die zeigte, dass nur der Markt selbst gut versorgt sei. Bei den Beträgen ergäben sich 786 000 Euro mit einer rechnerischen Wirtschaftlichkeitslücke, was sich im Angebot der Telekom für 174 Haushalte mit einer Summe von knapp 804 000 Euro niederschlage.

Den Zeitpunkt der Fertigstellung interessierte Thomas Glaser. 18 Monate lautete die Antwort. Hagendorf, Reichenau und der Gewerbepark erhielten Glasfaser bis zu den Verteilerkästen. Alle anderen Neubaustrecken zögen Glasfaserkabeln bis zu den Übergabestellen in den Häusern nach sich. Eine Restsumme von etwas mehr als einer Viertelmillion Euro bliebe für gleichhoch geförderte Ergänzungsmaßnahmen übrig. Die Eigenkosten für die Kommune bezifferte der Experte aufgrund des Angebots auf voraussichtlich 161 000 Euro und gab dem Gremium noch mit auf den Weg: "Wer diese hohen Geschwindigkeiten haben will, muss zu der Telekom. Da wird sich kein anderer Anbieter finden."

Die nächtliche Ausleuchtung der neuen Fußgängerzone "Hammergraben" in Pfrentsch bedarf zwei weiterer Brennstellen zur Sicherung. Etwas über 4000 Euro lautete das einstimmig angenommene Angebot des Bayernwerks für eine LED-Ausführung.

Das Forstbetriebsgutachten für den Körperschaftswald wurde an Stefan Fritsch aus Georgenberg mit Kosten von knapp über 500 Euro übertragen. Für den "Qualitätsbonus-Plus" für die Kindertagesstätte "St. Emmeram" wird die Auszahlung beim Freistaat beantragt, da die personellen Voraussetzungen vorlägen. Die Naturschutzgebiete innerhalb der Gemeindegrenzen sollen beibehalten werden.

Zur neuerlich geforderten Anhörung werde es deshalb keine Stellungnahme geben. Ein Server für den EDV-Raum der Schule wird bei der Firma Hösl Electronic aus Weiden für 2656 Euro beschafft.

26 Asylbewerber

Darüber hinaus informierte die Bürgermeisterin, dass Waidhaus Asylbewerber bekommen werde. Geplant seien 26 Personen in zwei Häusern. Mietverträge mit dem Landratsamt seien geschlossen. Die Aufnahme sah die stellvertretende Landrätin positiv: "Wir Waidhauser müssen unseren Beitrag dazu leisten." Es hätten sich auch bereits Bürger bei ihr gemeldet und ihre Unterstützung und Mithilfe beim Kümmern um die Neuankömmlinge zugesagt.

Die elf Naturparkland-Gemeinden überlegen den Zusammenschluss zu einer Aktionseinheit in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung. Zum Vergleich verwies die Rathauschefin auf die Aktionen des Verbunds "Donauwald". Am Montag gab es ein eindeutiges Ja vom Marktrat an die Adresse der anderen Kommunen.
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