"Das Volk fehlt"

Lokales
Waidhaus
03.02.2015
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Das neue Jahr soll entscheidende Weichen für eine Zusammenarbeit der Sozialdemokraten beiderseits der Grenze stellen. Ein vielversprechendes Treffen gab es im Waidhauser Hotel "Number One".

"Es tut mir weh, dass bei Terminen immer nur Bürgermeister oder Pfarrer teilnehmen - aber das Volk fehlt", meinte Senator Miroslav Nenutil. Sehr interessiert nahmen die Waidhauser die Aussagen Nenutils zur geplanten Änderung der Ladenschlusszeiten in Tschechien auf. Dadurch solle vor allem dem Sonntag mit Rücksicht auf die Beschäftigten wieder zu einem höheren Stellenwert verholfen werden. In diese Schiene werde heuer mit neuen Regelungen zu den Feiertagen eingestiegen. Mit den Gesetzesänderungen wolle der Staat vor allem die Großmärkte in die Knie zwingen.

Weiteres Thema war die Politikverdrossenheit, die in beiden Staaten auf gleich hohem Niveau sei. Enttäuschend fand Bürgermeisterin Margit Kirzinger die schlechte Wahlbeteiligung für den Senat und bei der Kommunalwahl in Tschechien. Vaclav Votava, der zu den elf Abgeordneten des Bezirks Pilsen im Prager Parlament gehört, begründete dieses Desinteresse mit der jahrzehntelangen Wahlpflicht in der damaligen CSSR.

Seniorenbeauftragte Anita Zeug informierte über ihre Arbeit. Da auch im Nachbarland ähnliche Aktivitäten bestehen, einigten sich die Teilnehmer, die älteren Mitbürger beider Nationen künftig verstärkt zusammenzubringen und gemeinsame Unternehmungen auf die Beine zu stellen. Zudem soll es ein Kegelturnier und eine weitere sportliche Veranstaltung geben.
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