Debatte um Parkverbot vertagt

Um für die künftige Teilnahme an mittelalterlichen Lagern fehlende Ausrüstungsgegenstände und Geräte anschaffen zu können, erhält das "Weydhauser Fähnlein" einen Zuschuss von der Gemeinde. Archivbild: fjo
Lokales
Waidhaus
22.01.2015
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Das absolute Halteverbot am Beginn der Hagendorfer Straße hinterfragte Werner Duschner von der Bürgerliste in der Marktratssitzung. Davon sei seine Praxis "erheblich betroffen".

"Das ist für mich so nicht hinnehmbar, wenn man so einen gravierenden Eingriff in eine Arztpraxis macht", meinte Werner Duschner. Bürgermeisterin Margit Kirzinger verwies auf den einstimmigen Beschluss im Marktrat vom 30. Juni zum Antrag einer Spedition mit Langholztransporten "aufgrund immer wieder vorkommender Verkehrsprobleme".

In nächster Sitzung

Die Beschilderung sei durch das Landratsamt angeordnet, da sich der Bauausschuss dafür entschieden habe. "Wie wild da geparkt wird, das gibt es in keinem anderen Ort der Oberpfalz", ergänzte Gabi Wolf (CSU). In der aufkommenden Debatte sagte Kirzinger zu, das Problem in der nächsten Sitzung auf die Tagesordnung zu setzen.

300 Euro machte der Marktrat für das "Weydhauser Fähnlein" locker. "Die sind recht aktiv und recht agil", unterstützte dritter Bürgermeister Johannes Zeug spontan den Antrag des "noch relativ jungen" Vereins. Der Betrag soll den Kauf fehlender Ausrüstungsgegenstände und Gerätschaften unterstützen. Denn für eine Teilnahme an historischen Lagerleben werde eine möglichst komplette Ausstattung benötigt, informierte Kirzinger.

Wegen der Regeln für Uniformzuschüsse erhält die Feuerwehr Pfrentsch für zehn Stück 400 Euro und die Waidhauser Wehr für vier Exemplare 160 Euro. Für den Körperschaftswald der Gemeinde stand der Jahresbetriebsplan mit einem Budget von 759 Euro auf der Tagesordnung. Als größten Posten sah Kirzinger die Erfordernis eines neuen Forstbetriebsgutachtens.

Zur Änderung der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung für den Naturpark "Nördlicher Oberpfälzer Wald" hielt das Gremium am Beschluss von 2012 fest und bekräftigte die gewünschte Herausnahme zur Nutzung von Windkraft vorgesehener Flächen.

Die Beratung über die beim neuen Bauhof auf dem Schanzberg bereits errichteten Container (Unterstellhalle mit Reifenlager) verschob der Marktrat aus grundstücksrechtlichen Gründen in den nichtöffentlichen Teil. Für die Hallen der Firma Weber im Gewerbepark genehmigte das Gremium eine Überdachung als Verbindung.

Neu gestaltet werden sollen die Nepomukanlage an der Eslarner Straße und der Jahresbrunnen der Vereinsgemeinschaft. Nicht nur Geschäftsleiter Josef Forster riet zur Eile: "Das sollten wir möglichst bald machen, damit es heuer noch etwas werden kann." Auch Kirzinger forderte: "Wir müssen uns in der nächsten Zeit intensiv mit der Maßnahme auseinandersetzen." Damit einher soll die lange erwartete Aufwertung im Umfeld der Autobahnkirche gehen.

Forster informierte Georg Kleber (Pfrentscher Liste) auf Anfrage über die Besitzverhältnisse der umliegenden Grundstücke und über Gespräche mit Beteiligten. Den Auftrag zur Ausführung und Vergabe weiterer Architekten- und Ingenieurarbeiten erhielt Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn.

Die Junge Union hatte die Registrierung von Kindertagesstätte (Kita) "St. Emmeram" und Grundschule im Fundraising-Portal beantragt. Während dies für die Kita wegen der kirchlichen Trägerschaft nicht möglich sei, gab die Bürgermeisterin vor dem Beschluss mit auf den Weg: "Da kann man nicht dagegen sein, aber wir sollten dafür nicht groß die Werbetrommel rühren". CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer erklärte die Verfahrensweise.

Keine Nachteile

Vor einer "Empfehlung der Gemeinde für Online-Einkäufe" warnten Zeug und UWG-Fraktionssprecher Josef Schmucker: "Andere Unternehmen vor Ort zahlen dafür Gewerbesteuer." Keine Nachteile für Geschäfte in der Region sahen dagegen Gabi Wolf (CSU) und Monika Zeitler-Kals (SPD). Bei der Abstimmung schloss sich der Marktrat einmütig dem Vorschlag der Bürgermeisterin an.
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