Der Lohn vieler Proben

Unter Leitung von Gründer Hermann Mack (rechts) bestätigte das "Große Vereinsorchester" bei den Wertungsspielen sein hohes musikalisches Niveau mit einem "sehr gut" in der Oberstufe. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
28.10.2015
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500 Musikanten gaben sich am Samstag in Waidhaus ein Stelldichein. Die vielen Trachtenträger ließen auf eine große Veranstaltung schließen. Im Schulgebäude ging dann ein Wettbewerb der Extraklasse über die Bühne, der auch für die gastgebenden Musikgruppen sehr wichtig war.

Neun Kapellen aus Nordostbayern beteiligten sich an den Wertungsspielen für Konzert- und traditionelle Blasmusik des Nordbayerischen Musikbunds. Für die beiden Gruppierungen vom ausrichtenden Musikverein stand am Ende als Ergebnis das Prädikat "sehr gut" in der jeweiligen Stufe durch die Wertungsrichter Corinna Nollenberger, Johannes Gerhard und Dr. Manfred Heidler. Das "Große Vereinsorchesters" des Waidhauser Musikvereins ging unter Leitung von Hermann Mack mit 47 Instrumentalisten ans Werk. Schließlich wollte das Ensemble seinen Erfolg in der Oberstufe weiter ausbauen.

"Für viele Musikanten von Waidhaus und Umgebung ist das Vereinsorchester wie eine zweite Familie", so stellte Julia Schwarzmeier aus Neustadt/WN den Zuhörern die Kapelle vor. Wie alle Teilnehmer musste das Vereinsorchester ein Pflichtstück und ein selbstgewähltes Lied vortragen. "Alcazar" und "Shaker Heights Fantasy" lauteten die beiden Titel.

Viele Gleichgesinnte

Als zweite Waidhauser Gruppe stellte sich die Bläsergruppe "Atemnot" dem Wettbewerb, die im September 2005 aus einer Idee heraus entstand: Es sollte eine Erwachsenenbläserklasse angeboten werden. Daher taten sich viele Gleichgesinnte zusammen, um den ersten Teil ihrer musikalischen Ausbildung zu machen. Die 21 Instrumentalisten der Stammbesetzung bekamen beim Wertungsspiel Unterstützung von Jugendbläserklassen des Musikvereins für die beiden Titel "Sound of Spring" und "Praise the Lord". Gerlinde Gläser leitete und dirigierte die Bläserklasse.

Umfassender Einblick

Die Wertungsspiele boten einen umfassenden Einblick in die Welt der Blasmusik. Die Kapellen und Orchester traten in Unter-, Mittel-, Ober- und Höchststufe an. Für den Waidhauser Musikverein registrierten zweiter Vorsitzender Josef Schmucker und Kassiererin Heike Bauriedl die Bewertungen.

Bei freiem Eintritt konnten die Zuhörer ganztags die ganze Vielfalt der Blasmusik erleben. Große Blasorchester und Nachwuchsensembles waren dabei zu hören. So war das Publikum hautnah bei dem Wettbewerb dabei, dem sich die Waidhauser mit ihrem Vereinsorchester jährlich stellen. Die Zuhörer erfuhren, welch hohen Anforderungen Orchester und Dirigent dabei ausgesetzt sind. Auch Eltern, Angehörige und Freunde der Mitspieler sahen und hörten, was in den vielen Proben der vergangenen Wochen erarbeitet worden war.

Der bunte Reigen startete am frühen Vormittag. Im Viertelstundentakt ging es durch den Tag mit abwechselnden Teilnehmern. Nach jeweils drei Kapellen unterbrachen Dirigentengespräche mit den Wertungsrichtern das Geschehen. Erst am Ende des Tages wurden die Ergebnisse bekanntgegeben.

Im Schulgebäude richteten Mitglieder des Musikvereins um Daniela Hanauer, Silke Dietl, Maria Forster und Josef Zitzmann ein Café ein. Dort gab es für Musikanten und Gäste Kaffee, Kuchen und kleine Snacks. Ehrenamtliche Helfer kümmerten sich um die Bewirtung.
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