Die etwas andere Kirche

Mesnerin Margit Reichenberger (links) und Pfarrer Georg Hartl kommen mit den Gegebenheiten im großen Saal des Gemeindezentrums mittlerweile gut zurecht. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
18.07.2015
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Ambo, Sitze, Kanzel, Apostelleuchter oder Lichtständer - nicht das ganze Inventar der Pfarrkirche ist vorübergehend eingelagert. Etliches brauchen die Gläubigen weiterhin.

Immer wieder samstags kommt ungewohntes Leben ins Gemeindezentrum im Rathaus. Mit viel Liebe und enormen Aufwand schufen sich die Katholiken ein festliches Ausweichdomizil. Die guten Beziehungen zwischen weltlicher und kirchlicher Gemeinde mit Pfarrer Georg Hartl und Bürgermeisterin Margit Kirzinger an der Spitze ermöglichten dies.

Barrierefreier Zugang

Bequem - fast luxuriös - muten die gepolsterten Stühle in der "Ausweich-Kirche" an. Ein Übriges leistet der barrierefreie Zugang vom Serenadenhof aus. Fast ohne Behinderung sind so alle Sitzgelegenheiten mühelos erreichbar, selbst bei Vollbelegung. Und die ist nicht selten der Fall.

Das Angebot von knapp 100 Sitzplätzen ist gut geplant, denn es genügte in den ersten Wochen stets der Nachfrage. Darüber hinaus begleitet eine Elektroorgel die Feiern im rückwärtigen Bereich. Die für Ausstellungen und Präsentationen angeschafften Stellwände erfüllen rundherum eine wertvolle Funktion als einheitlicher Raumabschluss. Die unmittelbar angrenzende Küche wird als Sakristei mitgenutzt.

Da die groß angelegte Innenrenovierung des Waidhauser Gotteshauses immer noch nicht richtig begonnen hat, ist das Gemeindezentrum mehr als ein kurzfristiges Provisorium.

Klapptisch als Altar

Für den Altar genügte den Verantwortlichen ein einfacher Klapptisch, eine Schultafel dient als Anzeige für die Liedauswahl. Auch gibt es keinen Unterschied bei den Stühlen für Ministranten und Priester. Einzig ein schlichtes, großes Holzkreuz, vor dem zwei Leuchter mit Kerzen brennen, vertieft eindringlich den besonderen Verwendungszweck. Längst ist Mesnerin Margit Reichenberger mit ihrem Kollegen Peter Helgert die neue Situation gewohnt und die Zeit des Einlebens vorbei.
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