Entsiegeln und renaturieren

Leitender Baudirektor Hannes Wasmuth und Bauoberrat Gerhard Kederer informierten MdB Albrecht Rupprecht (links), CSU-Vorsitzenden Stefan Harrer (rechts) und JU-Chef Thomas Kaiser (Mitte) über Maßnahmen am "Alten Grenzübergang". Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
01.06.2015
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Völlig leer ist der "Alte Grenzübergang" seit rund zwei Wochen: Abgerissen sind nun auch Lkw-Abfertigungshalle und Holzbaracke. Platz also für Neues.

Im nächsten Jahr soll dort eine Maßnahme vom Baubeginn bis zur Fertigstellung realisiert werden. CSU-Vorsitzender und Marktrat Stefan Harrer hatte nun mit der Führungsspitze des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach und Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht einen Ortstermin vereinbart, um Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Entscheidende Aufwertung

Als entscheidende Aufwertung für alle Grenzreisenden ist eine Rücknahme der Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 auf 60 Stundenkilometer beabsichtigt. Möglich werde dies durch eine Verlegung der "Waidhauser Landstraße", wie Bauoberrat Gerhard Kederer erklärte: "Wir versuchen, rund sechs Meter vom Gebäude abzurücken, so weit es gerade noch geht. Denn die Grenzbrücke bleibt ein Fixpunkt."

Und noch eine zweite Sache ist im Zuge der Verbesserung geplant: Der von Bürgermeister Anton Schwarzmeier initiierte Radweg aus Waidhaus wird bis zur Grenzbrücke fortgeführt. Grünstreifen sollen Fahrbahn und Radweg trennen, wie dies schon auf der realisierten Teilstrecke der Fall ist. Kederer informierte über die Aufnahme der Maßnahme "in den Radwegeplan des vom bayerischen Staats aufgelegten Programms für Neubaustrecken entlang von Staatsstraßen".

Die Abstufung der einstigen Bundesstraße B 14 zur Staatsstraße 2154 erfolgte bereits im Zuge des Autobahnbaus. "Es ist eine Maßnahme, die für die Marktgemeinde Waidhaus kostenfrei abläuft", sagte Harrer. Das Bauamt werde bei der Kommune aber wegen Übernahme des Winterdiensts anfragen, ergänzte Kederer. Noch fehlt ein Anschluss auf tschechischer Seite, wie leitender Baudirektor Henner Wasmuth auf Anfrage Rupprechts bestätigte.

Rückbau vorgesehen

Offen blieb im Gespräch, ob die Brücke für eine Aufnahme des Radwegs breit genug sei. "Wir werden jetzt einfach dort aufhören und erst wenn die Tschechen anschließen wollen, weiter prüfen." Zudem handle es sich bei der Grenzbrücke um ein gemeinsames Eigentum von Tschechien und Deutschland, weshalb nur gemeinsam eine Lösung möglich sei. Wie die Behördenvertreter weiter verlauten ließen, sei ein Rückbau der gesamten asphaltierten Fläche vorgesehen.

Ein Entsiegeln und Renaturieren hin zur Naturschutzfläche werde für Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Beste Voraussetzungen sah Wasmuth für eine "Anerkennungsfähigkeit auf das Ökokonto" gegeben: "Das ist uns schon wichtig, dann brauchen wir nichts neu kaufen oder erwerben."
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