Eslarner Straße herausputzen

Architekt Rudolf Meißner erläuterte seine Entwürfe für die westliche Ortseinfahrt. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
02.04.2015
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Überfrachtet und ungeordnet erscheint die vielbefahrene Ortsdurchfahrt. Der Markt hofft auf eine baldige Lösung mit Hilfe der Städtebauförderung.

Zwei Fehlstelle konnte die Kommune bislang nicht schließen: Die Ortsmitte rund um das Kriegermahnmal und den westlichen Eingangsbereich. Vor mehreren gemeindlichen Gremien präsentierte Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn nun Lösungsvorschläge für den westlichen Ortseingang.

Diesen Bereich muss die Kommune erst zur Förderung anmelden. Meißner erstellte mittlerweile Entwürfe, welche eine Aufwertung der Eslarner Straße mitsamt dem Lückenschluss bis zur sanierten Ortsdurchfahrt enthalten. 150 000 Euro stellte die Kommune im aktuellen Haushalt bereit. Eine Verwirklichung werde jedoch nur mit dem erwarteten Zuschuss in Höhe von 90 000 Euro gehen. "Aber das ist noch nicht in trockenen Tüchern", erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Die momentane Verkehrssituation hält sie für ungeordnet, auch wenn dies "einmal sicherlich gut gedacht" gewesen sei.

Bereich aufwerten

Da es sich um einen Ortseingang in zweifacher Hinsicht handle (auf der Staatsstraße aus Richtung Vohenstrauß und beim Verlassen der Autobahn) soll mittels einer Städtebauförderung versucht werden, diesen Bereich aufzuwerten. Künftig könnten dort verschiedene Funktionen erfüllt werden, ist sich Meißner sicher: Parkplätze und ein ansehnlicher Eingangsbereich. Derzeit können Besucher hier nur provisorisch entlang der Straße auf unbefestigten Flächen parken. Was ebenso fehlt, wäre ein gut gelöster Fußgängerübergang. Viel Schwerlastverkehr münde ungebrochen in die Hauptstraße. Das Staatliche Bauamt habe signalisiert, den Straßenbelag in diesem Bereich zu ändern.

Meißner brachte noch eine zweite Sache zur Sprache: Die angrenzende Nepomukanlage sollte eine Aufwertung erfahren: eine Fortführung des kombinierten Fuß- und Radwegs zum Ortskern etwa, oder durch einen "Infopoint" mit Schaukästen und Tafeln, um an dieser Stelle über Waidhaus und seine Attraktionen zu informieren. Gestalterisch stünden die Ideen der Gartenfachberaterin des Landkreises hoch im Kurs.

Für die Brunnenanlage regte Meißner einen Wasserlauf und Heckenstrukturen an: "Auch die barocke Nepomukstatue bekomme dadurch ein ansprechendes Umfeld. Das Buswartehäuschen würde mitsamt Haltestelle integriert sowie Brunnen und Statue beleuchtet. Für eine angenehmere Optik gelte es zudem, den derzeitigen Schilderwald dort deutlich zu verringern. Auch der bestehende Fahrbahnteiler müsse in die Diskussion, riet Meißner.

Vorkenntnisse nutzen

Für den Marktplatz ist ein neuer Anlauf durch den Auftrag für die Planung an das Büro EM-Architekten aus Amberg schon gestartet. Nachdem es sich dabei um dieselben Planer handelt, welche bereits vor Jahren die entsprechenden Arbeiten nach dem Städtebauförderungsprogramm leisteten, kann auf deren Vorkenntnisse gebaut werden. Der Auftrag für die gesamte Entwurfs- und Planungsphase ist erteilt. Ebenso für die Begleitung der Maßnahme bei der Realisierung durch das Ingenieurbüro Bamler aus Vohenstrauß.
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