Gedankenspiele zum Denkmal

Über das Kriegermahnmal diskutierten in der Marktratssitzung die Mitglieder. Viele Bürger beteiligten sich an einer Befragung. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
19.06.2015
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Über das Kriegerdenkmal gibt es viele Diskussionen. Über den künftigen Standort herrscht Uneinigkeit. Zwei Marktplatz-Entwürfe des Stadtplaners sollen bei der Entscheidung helfen.

Die Zukunft des Kriegermahnmals und eine Bürgerbefragung dazu beschäftigen den Grenzmarkt nunmehr fast täglich. Über die Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse hinaus bezeichnete Bürgermeisterin Margit Kirzinger die Wahlbeteiligung als enorm hoch, das Ergebnis als sehr gut. Nach der Bürgerbefragung sei aber noch längst keine Entscheidung gefallen: "Wir hätten nur eine Sicherheit, falls wir uns zu einem anderen Standort durchringen." Der Ausgang der Abstimmung bedeute auch keineswegs, dass die Gedenkstätte "ganz gewiss vom Marktplatz wegkomme".

"Offen für beide Lösungen"

Erfreut zeigte sich die Bürgermeisterin über die zusätzlichen Bemerkungen auf den Stimmzetteln: "Diese werden in den weiteren Prozess einfließen." Kreisheimatpfleger Peter Bantelmann und Oberkonservator Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege äußerten bei einem Ortstermin, dass sie nichts gegen eine Verlegung hätten.

Die im Vorfeld der Abstimmung im Marktrat getroffene Entscheidung zum Standortwechsel der Bushaltestelle kritisierte Stefan Harrer (CSU): "Es ist schon ein Stück Tradition in Waidhaus, die wir hier verändern würden." Für ein Abwarten der ersten Entwürfe plädierte SPD-Fraktionsvorsitzender Johannes Zeug: "Ich werde für beide Lösungen offen sein. Wichtig war mir nur, dass es aus Reihen der Bürger grundsätzlich ein Okay für ein Versetzen gab, um dies überhaupt planen zu können."

Förderungen gestrichen

Enttäuscht verfolgte Werner Duschner (Bürgerliste) das Zurückrudern des Gremiums: "Es ist kein würdiger Platz mehr, wenn bei einer Kriegerehrung tausende Lkw vorbeidonnern." Kirzinger hingegen sagte: "Wir können dadurch nun konkrete Gespräche mit den Planern des Marktplatzes in alle Richtungen führen, da die Umfrage demokratisch lief." Stadtplaner Urban Meiller erhielt den Auftrag, bei der Planung zum Aussehen des Marktplatzes zwei Entwürfe zu machen: Einmal mit und einmal ohne Kriegermahnmal.

Seit 2009 unterstützte die Marktgemeinde den Heimatkundlichen Arbeitskreis mit einer jährlichen Zuwendung in Höhe von 1000 Euro. Damit ist nun erst einmal Schluss. Da momentan keine größeren Ausstellungen geplant und die Kosten der "Waidhauser Geschichte(n)" durch den Verkauf gedeckt seien, erübrige sich die laufende Förderung, begründete Kirzinger. Wenn der Arbeitskreis wieder Unterstützung brauche, kann ein neuer Antrag gestellt werden, beschloss der Marktrat einstimmig.

CSU-Vorsitzender Harrer forderte "als Beauftragter des Krieger- und Soldatenvereins" zur Patenschaft der Kommune mit einer Bundeswehr-Einheit in Weiden auf. Es sei schon unter Schwarzmeier ein diesbezüglicher Antrag gestellt worden, antwortete ihm Geschäftsleiter Josef Forster: "Unser Schreiben damals ist aber bis heute ohne Antwort geblieben." Kirzinger bat Harrer deshalb um einen schriftlichen Antrag zur Beschlussvorlage in der nächsten Marktratssitzung.

Ein neuer Dreiseitkipper der Marke Renault "Master" (Kosten 26 637 Euro) erweitert den Fuhrpark des gemeindlichen Bauhofs. Die Bestellung erfolgt bei der Firma Geuss, Autohaus am Forst, Weiden.
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