Glühwein unterm Regenschirm

Auch im Gemeindezentrums war das Gedränge groß. Die Besucher hielt Ausschau nach Weihnachtsgeschenken.
Lokales
Waidhaus
01.12.2015
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Freilich wäre es bei besserem Wetter noch schöner gewesen, doch an den Besucherzahlen und Umsätzen gab es am Adventsmarkt in Waidhaus nichts auszusetzen.

In Vohenstrauß schneite es am Sonntagvormittag wenigstens noch. Als am Nachmittag in beiden Orten die Märkte ihre Türen öffneten, herrschte jedoch hier und da tristes Novemberwetter. Richtig regnerisch, Grau in Grau und unangenehm kalt.

Keine Absage

"Heuer hatten wir überhaupt kein Glück", war da von dem einen oder anderen Vertreter schon zu vernehmen, nachdem bereits das Bürgerfest wegen Dauerregens ausgefallen war. An eine Absage war dieses Mal nicht zu denken, und so wurden die Pessimisten auch gleich noch eines Besseren belehrt. Denn eine Vielzahl von Bürgern scherte sich wenig um die widrigen Verhältnisse.

Und das einmalige Angebot im Jahreslauf wollten sich viele Stammgäste keinesfalls entgehen lassen. Das Gros der Besucher wusste zudem um die Zweiteilung des Adventsmarkts, der mit einem großen Teil des Angebots in den Räumen des Gemeindezentrums verbunden ist. Noch mehr Anbieter als in den Vorjahren drängten sich auf den ausgewiesenen Flächen.

Für einen Großteil der Verpflegung mit allerlei Auswahl standen Abordnungen der angeschlossenen Vereine in der kleinen Budenstadt zwischen Pfarrkirche und Rathaus parat. Erstmals gesellte sich die UWG mit heißen Maronen hinzu. Pfarrer Georg Hartl stellte für den Verkauf kurzerhand das Eingangsportal zur Verfügung, nachdem auch die UWG nicht mit einem derart schlechten Wetter gerechnet hatte. Die offenen Türen sorgten wiederum für großes Interesse, da jeder meinte, die Baustelle könne besichtigt werden.

Gleich neben der UWG machte auch das Angebot von Trdelník aus dem böhmischen Nachbarland gute Geschäfte. Die wärmenden Holzöfen auf dem Platz boten beliebte Sammelpunkte, während ungezählte Regenschirme das Gesamtbild bestimmten.

Drinnen war es kaum gemütlicher, denn Scharen von Menschen drängten sich fortwährend durch die Gänge. Beste Umsätze verzeichnete Gisela Dierl mit ihren Helferinnen, so dass alle 450 Tombolapreise zugunsten der Kirchenrenovierung Besitzer fanden, nachdem sie sämtliche 1800 Lose zu 50 Cent das Stück verkauft hatte.

Mitten drin in der abwechslungsreichen Auswahl der Fieranten leistete der Kaffee- und Kuchenverkauf mit Sitzgelegenheit wenige Plätze zum Innehalten und Ausschau halten. Bürgermeisterin Margit Kirzinger machte sich auch in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft an allen Enden und Ecken selbst ein Bild vom bunten Markttreiben und suchte gern das Gespräch mit den Besuchern.

Ein super Rahmenprogramm stellte die Vereinsgemeinschaft ergänzend auf die Beine. Hatten Bläser des Musikvereins den romantischen Weihnachtsmarkt eröffnet, so brachten Schüler der Musikschule wenig später unter Leitung von Hermann Mack vorweihnachtliche Lieder und Gedichte zu Gehör.

Ein kleines Konzert gab der Gemeinschaftschor aus TV Vohenstrauß und Gesangverein 1910 mit Dirigent Alexander Völkl eine Stunde später. Und als zusätzliche Besonderheit bestand die Gelegenheit, noch einmal die komplette Ausstellung "Grenzgeschicht(e)" des Heimatkundlichen Arbeitskreises im Rathaus zu besichtigen.
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