Grenzenlos filmen

Impressionen zur Grenze werden den Heimatkundlichen Arbeitskreis bald als Filmprojekt beschäftigen. Mit ihrer Idee stieß Filmemacherin Barbara Nickl (links) bei Vorsitzendem Josef Forster und Bürgermeisterin Margit Kirzinger auf begeisterte Mithelfer. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
09.05.2015
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In Waidhaus steht auch 70 Jahre nach Kriegsende die Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs noch aus. Ein Thema, das der Heimatkundliche Arbeitskreis nun angehen möchte.

Die Mitglieder Karl Ochantel und Karl-Heinz Zintl hatten beim Treffen am Mittwoch umfassendes Material mitgebracht. Es könnte die nächste Ausstellung im Rathaus werden - aber nicht mehr in diesem Jahr. Andreas Ringholz ergänzte die Diskussion mit bislang unveröffentlichten und nicht bekannten Luftbildern, die die amerikanische Armee zum Ende des Zweiten Weltkriegs und während der Besatzungszeit aus der Region gemacht habe.

Besonderes Zeitdokument

Zur Sitzung hatte sich Barbara Nickl aus Vohenstrauß als Gast angesagt. Die junge Dame möchte einen Film über die Grenze drehen und bat um Unterstützung. Ein Zeitdokument der besonderen Art könnte der Streifen werden. Mit Impressionen von der Grenze, mit Meinungen und Erlebnissen von Menschen hüben und drüben. Nickl hat auch Beziehungen zu Waidhaus. Ihr Großvater lebt in Reinhardsrieth. Nicht nur begleitend, sondern auch finanziell soll der Vohenstraußerin unter die Arme gegriffen werden.

Die Ausstellung im Gemeindezentrum zur Geschichte der bayerisch-böhmischen Landesgrenze genießt hohe Akzeptanz. Trotzdem soll die Außenwerbung an markanten Punkten im Ortskern noch verstärkt werden. Zumal die Schau bis über den Sommer hinaus in die Verlängerung geht.

Außerdem nahmen die Mitglieder den Vorschlag zur Zusammenfassung der Ausstellung in einem neuen Begleitheft - als nächste Ausgabe der "Waidhauser Geschichte(n)" - einmütig auf. Auch die Vorbereitung eines weiteren Hefts ist weit gediehen. Darin sollen die beiden noch fehlenden Ortsteile Hagendorf und Reinhardsrieth ins Zentrum rücken. Eine Drucklegung vor dem Frühjahr sei aber unrealistisch. Im Auftrag von Anja Puff informierte Maria Hermann über deren tiefgründigen Recherchen und Geschichten. Das Markt-Archiv steht Interessenten kostenlos zur Verfügung, animierte Vorsitzender Josef Forster zu weiteren Forschungen.

Nachfolger für Forster

Am Rande beschäftigten sich die Mitglieder mit dem Fortbestand des Vereins und einer Nachfolge für Forster, der im kommenden Jahr abdanken wird (wir berichteten). Ringholz könnte sich den Chefposten vorstellen. "Wenn sich etwas abzeichnet, bin ich heilfroh", meinte Forster.
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