Großzügiger Grünbereich

Waidhaus will seinem Marktplatz ein gänzlich neues Gesicht geben. Weit gediehen ist die Planung, die Architekt Urban Meiller dem Marktrat präsentierte. Repro: fjo
Lokales
Waidhaus
08.12.2015
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Die Zukunft des Waidhauser Marktplatzes nimmt immer konkretere Formen an. Der Marktrat steht geschlossen hinter der zukunftsweisenden Neugestaltung.

Gut aufgehoben weiß sich die Kommune nach wie vor bei Stadtplaner Urban Meiller und dem Ingenieurbüro Bamler in Vohenstrauß. Einstimmig vergab das Gremium am Montagabend die weitere Planung des Umgriffs mitsamt der Vorbereitung der Ausschreibung an den langjährigen Dienstleister.

Vor der Vorstellung des Entwurfs zur Sanierung und Umgestaltung erhielt Meiller ein dickes Lob von Bürgermeisterin Margit Kirzinger: "Es macht wirklich Spaß, diesen Marktplatz mit Ihnen zu entwickeln." Der Planer pochte besonders auf einen Lückenschluss gegenüber den Straßen unweit des ehemaligen Bauhofs. Für den dortigen Kreuzungsbereich von Türkenstraße, Marktgasse und "Am Anger" zeigte er sich zuversichtlich: "Hier handelt es sich fast um eine Platzsituation, die als solche auch ausgebildet werden sollte." Zwei neue Bäume und Parkplätze könnte er sich dabei gut vorstellen.

20 markierte Parkplätze

Für den gesamten Planungsbereich plädierte der Fachmann zu einer "klaren Heraushebung der Fahrbahnen durch einheitliche und durchgängige Asphaltbereiche". Den Gegenpart lieferten die vorgesehenen Pflasterflächen aus gesägtem Granit ("ebenerdig und mit Kinderwagen befahrbar"). Mindestens 20 markierte Parkplätze sehen die Entwürfe für das Sanierungsgebiet vor.

Der Bienenweg werde erneuert, jedoch ohne weitere gestalterische Maßnahmen. Anders sehe es in der Frankenreuther Straße aus, wo eine Beseitigung der Engstelle durch den Rückbau des Stadels um 2,50 Meter angedacht sei. Dadurch könne die Straße genügend verbreitert werden, um neben der Fahrbahn einen einseitigen Fußweg zu verwirklichen.

Der Straßenzug "Schreinbergl" sollte "auf alle Fälle mit asphaltiert und dessen Seitenbereiche gepflastert werden". Granitpflaster schlug Meiller ebenso für den Fußweg zur Ortsdurchfahrt und die neue Stichstraße beim "Marktplatzstüberl" vor "um Fremden zu signalisieren, wo es keine Fahrbahn mehr ist." Dorthin soll der künftige Standort für die Kriegermahnmal-Anlage rücken, die Meiller bereits deutlich ausgeprägt mit Wegen und Stufen rundherum präsentierte.

Anschließend ging der Stadtplaner konkret auf die künftige Mitte des Marktplatzes ein: "Jeder Punkt ist barrierefrei" und könne von Rollstuhlfahrern wie Rollatorbenutzern unproblematisch erreicht werden. Explizit wies der Planer auf den überhohen Bordstein mit 18 Zentimeter beim Buseinstieg hin. Fünf tiefe Parkbuchten vor dem Eckhaus "Schlaffer" stellen ein weiteres wesentliches Merkmal der Neuplanung dar.

Für das vorgesehene Zusammenspiel von Busspur, Grünfläche und wasserdurchlässigem Belag habe sein Büro eine technische Ausplanung mittels Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses liege in Kürze vor und werde der Gemeinde unverzüglich zur Verfügung gestellt. Heraushebend merkte Meiller noch an: "Da die Busspur Bestandteil der zentralen Grünanlage sein soll, ist diese auf keinen Fall für einen anderweitigen Verkehr gedacht."

Schutz des Wurzelwerks

Zur Verdeutlichung, welcher Stellenwert den beiden Laubbäumen der bisherigen Grünanlage beigemessen werde, wies der Architekt auf den unbedingten Schutz des Wurzelwerks hin. Da sich die exakte Ausdehnung erst zeigen werde, sei der neue Grünbereich großzügig gehalten. Der Wurzelbereich dürfe weder überbaut, noch gepflastert werden. Zur Platzwahl der Sitzgelegenheiten brachte Meiller die umrandenden Höhenabstufungen ins Gespräch, weil dies "ohne große künstliche Barrieren" zu realisieren sei. "Der ganze Platz muss eine gute Aufenthaltsqualität haben, ordentlich wartbar sein und funktionieren. Diese Mischung müssen wir schaffen", bestätigte Meiller auf Nachfrage von Monika Zeitler-Kals.

Die Zahl der 20 Parkplätze, was mehr sei als bislang, freute UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker. Sein SPD-Kollege Johannes Zeug wollte Näheres zum Ausfahrbereich der Busse in die Hauptstraße wissen. Meiller bestätigte ihm, dass daran noch gefeilt werde: "Es muss so sein, dass es funktioniert und erlaubt ist, was wir bauen."
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1 Kommentar
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Franka Kist aus Freudenberg | 17.02.2016 | 15:23  
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