Hörerlebnis erster Klasse

Zwei Powerfrauen verzauberten am Mittwochabend bei der Serenade ganz Waidhaus: Julia Schärtl (links) und Andrea Marie (rechts). Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
11.07.2015
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Eine halbe Stunde mit Zugaben musste Andrea Marie schon anhängen, um ihr Publikum bei der Serenade in Waidhaus wenigstens einigermaßen satt zu bekommen. Bis auf die gegenüberliegende Straßenseite drängten sich die Zuhörer dicht an dicht.

Der hübschen wie sympathischen Sängerin gelang am Mittwochabend im Serenadenhof ein richtiger Knüllerauftritt. Kräftiger Applaus nach allen Liedern belohnte die famos aufspielende Band. Die Vorsitzende der "Dorfbühne", Silvia Kleber, drückte aus, was viele bewegte: "Andrea ist so eine herzliche, liebevolle Person - das macht ihr so schnell niemand nach."

Fröhlich und kräftig

Während die "goldene Stimme aus Waidhaus" im Instrumentalbereich ganz auf lauter Franken baute, steuerte ein Mitgliede der Vohenstraußer Prinzengarde die passende Background-Stimme bei: Julia Schärtl harmonierte perfekt an der Seite der Frontfrau. "Sleeping in my Car" zelebrierte die Zuhörerschar ebenso mit, wie Grönemeyers "Was soll das?". Da erhielt die flapsig gemeinte Drohung von Andrea Marie schnell ein ganz anderes Gewicht: "Ihr könnt nicht aus, bis ihr alle Blasen an den Händen habt und Muskelkater in euren Armen." Fröhlich und kräftig stimmten alle ein, als "I love Rock'n Roll" über die Bühne ging.

Doch es gab auch die andere Seite eines mucksmäuschenstillen Lauschens, als zwei Rockballaden aus dem Debütalbum der Waidhauserin erklangen. Der Einladung beim Gastspiel des "Großen Vereinsorchesters" kam der Eslarner Bürgermeister Reiner Gäbl gerne nach und war schnell hellauf begeistert von dem, was ihm in der Nachbarkommune geboten wurde. Und er fand sich spätestens beim Titel "What's going (hier) on" direkt auf Augenhöhe.

Unerfüllte Liebe

Ihr überschwängliches Lob und ihre Freude konnte Bürgermeisterin Margit Kirzinger nur schwer in Worte fassen. Gerne kam Andrea Marie der Bitte der stellvertretenden Landrätin nach und nahm die Eigenkomposition "Eternity" ins Programm auf. Die Ballade über eine unerfüllte Liebe mit den abwechslungsreichen Passagen aus ruhigen Piano-Momenten und gefühlvoll gespielten Gitarren. Die kraftvollen Refrains der Waidhauserin machten den Titel aufgrund der sanften und gleichzeitig ausdrucksstarken Stimme zum Hörerlebnis erster Klasse.

Heike Bauriedl kümmerte sich mit Ehemann, zweiten Bürgermeister Markus Bauriedl, um die Verpflegung der vielen Gäste: Von den Getränken blieb da nicht mehr viel übrig.
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