In der Grenzgemeinde eröffnet Eine-Welt-Laden - Sortiment bereichert Einzelhandel
"Pluspunkt für Waidhaus"

Lokales
Waidhaus
24.10.2014
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Ein komfortabler Eine-Welt-Laden bereichert das Einzelhandelsangebot im Grenzmarkt. Den Grund, warum Waidhaus in den Genuss des nicht alltäglichen Geschäfts kam, erklärte Vorsitzender Dr. Josef Nickl vom Trägerverein bei der Eröffnung.

"Pfarrer Georg Hartl verkauft ja schon seit Jahren Fair-Trade-Produkte aus der Dritten Welt sporadisch im Pfarrhof. Er hat die Wege geebnet." Keinesfalls solle der neue Laden im Gartenzimmer des Kolpingheims als Konkurrenz zu den bisherigen Verkaufsstellen gesehen werden. Der Verein "Wurzel der Liebe" habe sich vielmehr bemüht, ein zusätzliches Sortiment zu schaffen. Er sei zu der Überzeugung gelangt, mit "Eine-Welt- und Fair-Trade-Waren" einen Beitrag leisten zu können. Dr. Nickl erzählte von seinem Besuch in Kenia, wo er Häklerinnen kennenlernte, die ihre Familien ernähren können, wenn sie denn einen gerechten Lohn für ihr Handwerk bekämen: "Das ist nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sondern es funktioniert tatsächlich." Durch das Engelprojekt könnten so bereits 62 Frauen ihre großen Familien versorgen.Gleiches gelte für Schnitzer-Familien in Mombasa. Schulbildung oder Frauenprojekte seien positive Nebeneffekte: "Da kann man sicher sein, dass das, was man hier als gerechten Lohn bezahlt, dort auch ankommt."

Lob für Familie Nickl

Für die Gäste gab es zur Eröffnungsfeier Präsente aus Indien. Bürgermeisterin Margit Kirzinger betonte: "Man hört von Kinderarbeit, man hört von Arbeitsumständen, die wir uns gar nicht mehr vorstellen können." Die Rathauschefin lobt vor allem die Familie Nickl: "Es ist ganz großartig, dass sie diesen Laden hier geschaffen haben."

Kirzinger dankte allen, die bereit sind, hier ehrenamtlich mitzuarbeiten und die Öffnungszeiten abzudecken. Das neue Angebot bereichere auf jeden Fall das Waidhauser Sortiment als weiteres Standbein des Einzelhandels: "Für Waidhaus wieder ein Pluspunkt."

Eine Flasche Met und einen Waidhauser Honig überreichte Kirzinger an Dr. Nickl. Pfarrer Anthony Soosai knüpfte daran seelsorgerische Aspekte und lobte: "Sie schenken in Gottes Namen nicht nur Heil körperlich, sondern auch für die Gesellschaft."
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