Krönung im Quadrat

Vorsitzender Josef Forster (Dritter von links) und Karl-Heinz Zintl (Sechster von rechts) trugen erheblich zum Gelingen des neunten Bands der "Waidhauser Geschichte(n)" bei. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
09.10.2015
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Größer, bunter und schöner: All das trifft auf die neuen "Waidhauser Grenzgeschichte(n)" zu. Am Mittwochabend präsentierte der Heimatkundliche Arbeitskreis sein neues Werk.

Mit Band 9 wechselte der Verein das Format. Weg von DIN A 5 und hin zum Quadrat lautete das Motto. Dadurch konnten insbesondere die historischen Landkarten hervorragend reproduziert werden. Im Regal passt das neue Büchlein trotzdem in die Reihe der anderen acht. Denn am Rückenschild hat sich nichts verändert.

Aber innen kommt die neue Broschüre mit einer geballten Ladung an thematisch aufgearbeiteter Heimatgeschichte daher. Bei der Zusammenstellung und den Texten arbeiteten Vorsitzender Josef Forster aus Waldthurn und Karl-Heinz Zintl eng zusammen. Konzept, Layout und Umsetzung lagen ganz in der Hand des Vorsitzenden.

Das Heft befasst sich intensiv mit der aktuellen Ausstellung im Rathaus, bei der sich alles um die Landesgrenze zwischen Böhmen und Bayern dreht. Die Öffnung der Grenze vor 25 Jahren bei Waidhaus durch die Außenminister Jirí Dienstbier und Hans-Dietrich Genscher war Anlass für den Arbeitskreis, das Thema "Grenze" ein zweites Mal aufzunehmen.

Unmenschliche Grenze

"Wir wollten dem weltgeschichtlich bedeutsamen Ereignis der symbolischen Durchtrennung des Eisernen Vorhangs und damit der Öffnung einer unmenschlichen Grenze zwischen Bayern und Böhmen oder Deutschland und Tschechien gerecht werden", sagte Forster. Deshalb sei 2014 eine umfangreiche Ausstellung im Rathaus gestaltet worden.

Forster dankte ausdrücklich allen Personen und Behörden, die so bereitwillig und entgegenkommend Unterstützung geleistet hatten. Zusätzlich würde die geschichtliche Entwicklung von der Frühzeit bis heute beleuchtet und auch ein Augenmerk auf die Entwicklung der Grenze und des Umfelds ab 1990 gerichtet. Entstanden sei eine umfassende Dokumentation der Grenze, die den Markt über Jahrhundert geprägt habe und auch weiterhin begleiten werde.

Ganz mit der im Gemeindezentrum noch immer präsenten Schau und einigen weiteren Informationen beschäftigt sich das bis ins Detail mit viel Liebe entworfene Werk. Es führt mit zahlreichen Bildern und bewusst kurzen Texten durch die Geschichte von Waidhaus.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger freute sich mit den Heimatkundlern und lobte das Heft als "ganz tolle Sache". Schon bei der Ausstellungseröffnung und in der Folge habe es immer wieder Anfrage nach einem Begleitkatalog oder -broschüre gegeben. "Euer Buch verleiht dieser Ausstellung nun noch die Krönung. Was da alles geleistet wird, sucht seinesgleichen."

Mit Blick auf die für Anfang Januar anberaumte Vorstandssitzung und den darauf folgenden Neuwahlen resümierte die Rathauschefin: "Ihr habt in so kurzer Zeit so viel auf die Beine gestellt. Vielen Dank dafür."
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