Lust auf mehr Natur

Bürgermeisterin Margit Kirzinger nahm auf einer der vielen Ruhebänke entlang des "Lust-Wegs" Platz. Der Name rührt von der historischen Flurbezeichnung her. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
29.05.2015
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Der uralte "Lust-Weg" führt aus Waidhaus bis hinauf zum Gipfel des Sulzbergs. Im unteren Teil hat die Grenzlandgemeinde ganz besondere Attraktion geschaffen.

Nach der aufwendigen Restaurierung liegt Bürgermeisterin Margit Kirzinger "sehr viel daran, dieses Aushängeschild wieder verstärkt in das Bewusstsein zu rücken". Der Natur-Erlebnispfad "Lust" zählt zu den wenigen Einrichtungen in der Region, die bereits komplett in zwei Sprachen aufgebaut ist. Neben der übersichtlichen Vorschau werden an sämtlichen 26 Stationen Infos nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Tschechisch beschrieben.

Prächtiger Ausblick

Die Stationen haben einiges zu bieten. Fast winzig erscheint der - an und für sich große - Naturbadesee des unmittelbar angrenzenden Freizeitareals "Bäckeröd" auf der farbenfrohen Übersichtstafel gleich am Eingang. Die maßstabsgetreue Karte vermittelt detailgetreu den Umfang des Angebots, das der Hohlweg in seinem Verlauf bietet.

Viele Beschreibungen, Mitmachspiele und Plätze zum Anregen aller Sinne erwarten die Besucher. Hinzu kommen wunderschöne Ausblicke hinüber zum nahen Böhmerwald-Grenzgebirge. An allen Ecken und Enden begleitet die "Butzlkouh" - ein Waidhauser Tourismusmaskottchen - die Gäste bei ihrer Entdeckungsreise durch der heimischen Natur.

Musikalisch könne sich Wanderer gleich am Eingang an einem Xylofon aus verschiedenen Holzarten einstimmen. Im Kennenlernen von Tierspuren liegt die erste Lektion für Naturbegeisterte. Wenige Meter weiter laden Holzgewichte und ein Kletterparcours zu sportlicher Betätigung ein.

Gut gelungen ist den Machern die Umsetzung von Josef Sauers Tierfoto-Galerie unter freiem Himmel. Und gleich daneben wollen verschiedene Vogelhäuser entdeckt sein. Dann ist die Zeit für einen entscheidenden Abstecher gekommen. Eine komfortable Holzstiege führt am Steilhang des Weges hinauf auf die blühende Wiesenlandschaft. Dort hat der Oberpfälzer Waldverein ein Aussichtsplateau geschaffen.

Der zweite Teil der Strecke hat viel mit Geschichten, Sagen und Mystik zu tun. "Tarnen und Täuschen" in der Natur liefert hierzu den passenden Übergang, noch vor dem Eintritt in die "Schragerl-Geisterschlucht". In der Mythologie des Walds ist der Sprung zu Riesen und Geistern nicht mehr weit. Das große Spinnennetz im Anschluss lädt zum Kraxeln und Austoben ein.

Auf Entdeckungstour

Eine Hängebrücke darf nicht fehlen. Sie stellt den Übergang zur Präsentation des Lebensraumes Wald dar. Dann liegt auch der Waldrand nicht mehr fern, denn der "Lust-Weg" führt durchwegs über freies Gelände. Eine Pilzbestimmung gibt Anregung, sich im Wald selbst auf Entdeckungstour zu begeben. Am Beginn des Forstreviers endet schließlich der Natur-Erlebnispfad. Als mögliche Alternative für den Rückweg zum Ausgangspunkt bietet sich der westlich verlaufende Sulzbergweg an.
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