Markanten Punkt aufwerten

Mehr Komfort für die Nutzer des Feldwegs zwischen dem Gewerbepark (im Hintergrund) und dem ehemaligen Bauhofgelände "An der Trath" ist noch heuer geplant. Die Teilstrecke soll ausgebaut werden. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
11.03.2015
0
0

Der Platz beim "Schusterkreuz" in Reichenau ist einer der markantesten Punkte des Waidhauser Ortsteils. Fehlt nur eine entsprechende Anlage. Das wird sich jedoch bald ändern.

Die CSU-Fraktion hat in der Marktratssitzung einen Antrag zur Erstellung einer Anlage beim "Schusterkreuz" in Reichenau vorgelegt. "Damit das Ganze auch optisch wieder gut aussieht", begründete Fraktionssprecher Stefan Harrer. Der Platz sei einer der markantesten Punkte des Dorfs. Biete dieser doch einen wunderbaren Panoramablick über das Dorf und einen Ausblick über den Oberpfälzer Wald bis hinein nach Böhmen.

Direkt am Wanderweg

Zudem liege die Stelle direkt am Wanderweg sowie am Fernradweg 13. Auch der frühere Kirchsteig nach Waidhaus führe vorbei, da dort die Abzweigung über das "Totenbrückerl" ist. Vermutlich sei dies auch der Grund, warum sich dort immer eine Ruhebank befand, die inzwischen verfallen ist. Jedoch erklärte sich Peter Stich, ein gebürtiger Reichenauer, bei seinem letzten Urlaub bereit, die Kosten für eine neue Ruhebank zu übernehmen, weshalb Quartiergeberin Gertrud Winkler über Harrer den Kontakt zur Gemeinde herstellte.

Diesen Sachverhalt hatte Bürgermeisterin Margit Kirzinger auch in der Versammlung der Interessengemeinschaft Reichenau im November erwähnt. Die Reichenauer regten an, den Platz bei dieser Gelegenheit gleich aufzuwerten, etwa mit Pflaster und Pflanzen. Ihren Antrag begründete die CSU damit, dass es "dieses Vorhaben aber bis jetzt noch nicht als Punkt auf die Tagesordnung einer Marktratssitzung geschafft hat".

Eine Verwirklichung sei mit überschaubaren Kosten verbunden und ein gutes Zeichen, dass es in kleinen Schritten auch in Reichenau vorwärts ginge. "Wir haben für eine Anlage nicht allzu viel Platz", erklärte die Bürgermeisterin, wie sich nach dem Ermitteln der Grenzsteine zeige. Sobald es das Wetter zulasse, sollte die Gestaltung im angeregten Umfang dennoch durch Bauhof-Mitarbeiter möglich sein. Das gesamte Gremium befürwortete den Antrag.

Nach vielen Jahren rückt eine Teerung des Verbindungswegs vom Gewerbepark zum ehemaligen Bauhof "An der Trath" in greifbare Nähe. Das ständige Auftragen von neuem Schottermaterial bringe "einfach zu wenig", denn bei schlechtem Wetter entstünden riesige Pfützen. "Das kann auf Dauer nicht so hingenommen werden", meinte die Rathauschefin. Erfreulicherweise sei nun eine Mittelbereitstellung im Haushalt möglich gewesen. UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker sprach sich unter Hinweis auf ein dort ansässiges Unternehmen und die laufend notwendige Abfuhr der Wertstoff-Container, für eine allgemeine Verkehrsöffnung des Teilstücks aus. Nach dem Ausbau solle nicht nur der allgemeine Verkehr dort fahren dürfen, sondern auch schwerere Fahrzeuge. Somit könne eine Entlastung des Wohngebiets "In der Au" einhergehen.

Bauamtsleiterin Kerstin Wilka-Dierl, die in Vertretung für Geschäftsleiter Josef Forster an der Sitzung teilnahm, bestätigte den Vollausbau. Für den Untergrund der Fahrbahn sei derselbe Aufbau wie jüngst beim Kaltlohweg vorgesehen. Dadurch würde keine Gewichtsbeschränkung für schwerere Fahrzeuge erforderlich. Die neue Asphaltdecke ergebe eine durchgehende Straßenbreite von 3,50 Meter. Zudem wäre eine Ausweichstelle im Kurvenbereich vorgesehen. Einvernehmlich erteilte der Marktrat dem Ingenieurbüro Bamler aus Vohenstrauß den Auftrag zur Planung. Kosten: 7547 Euro.

Käferbefall bei Reichenau

Für die Betreuung des Körperschaftswalds berappt die Kommune ab heuer 160 Euro jährlich. Die Entgeltanpassung fiel einstimmig aus. Nach Bitten aus dem Gremium sagte Kirzinger eine Waldbegehung mit Forstamtmann Stefan Stangl zu. Schmucker informierte noch über einen Käferbefall bei Reichenau. Wilka-Dierl bestätigte dies und erklärte, dass deshalb bereits erste Schritte eingeleitet seien.

In Sachen Bocklweg genehmigten die Ratsherren einhellig eine Verlängerung des Dienstleistungsvertrags mit der Denkstatt. Der Kontrakt sehe zu den bisher geltenden Bedingungen weiterhin eine Pauschale von 200 Euro im Monat für alle acht beteiligten Kommunen vor.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.