Markt im neuen Licht

Auf der Straße Richtung Frankenreuth (im Hintergrund) sind die Lampen mit der neuen LED-Technik ausgerüstet. Gerhard Schmerber (rechts) und Markus Windisch informierten Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Kerstin Wilka-Dierl (von links) anhand einer Original-Lampe zur technischen Ausstattung. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
16.11.2015
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In Waidhaus ist es seit wenigen Tagen in der Nacht viel heller als sonst. Das hat zwei Gründe.

Zum einen taucht der ganze Straßenzug hinaus nach Frankenreuth - exakt mit der Umstellung auf die Winterzeit - in ein neues Licht, ebenso das Baugebiet "Am Gänsbühl". An beiden Orten setzt die Marktgemeinde auf neueste LED-Technik. Zum anderen reinigte und wartete das Bayernwerk sämtliche 443 Brennstellen und tauschte die Leuchtmittel durch neue aus.

Zum Start 10 500 Euro

"Bürger haben mir gesagt, dass man das merkt und die Lichter schön und ausreichend sind", erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger beim offiziellen Abnahmetermin. "Ja, das ist ein ganz anderes Licht", bestätigte Gerhard Schmerber vom Bayernwerk. Der technische Sachbearbeiter für die Straßenbeleuchtungen in der Region war mit seinem Kollegen Markus Windisch nach Waidhaus gekommen.

Das Versorgungsunternehmen hat vom Marktrat den Auftrag, ganz Waidhaus Zug um Zug auf modernes LED-Licht umzustellen. Mit der Realisierung von 24 Leuchten, die bisher mit Quecksilber-Dampflampen bestückt waren, startete Waidhaus in das neue Zeitalter. Hierfür investierte die Grenzkommune zum Einstieg rund 10 500 Euro. "Das ist schon eine Summe, der jedoch die zukünftige Ersparnis von bis zu 80 Prozent Strom gegenübersteht", meinte Kirzinger. Dabei handle es sich um einen jährlichen Betrag von 1400 Euro.

"Die LED-Umrüstaktion rechnet sich für die Marktgemeinde somit in rund siebeneinhalb Jahren", bestätigte Windisch. Vorbei an der Freizeitanlage "Bäckeröd" und dem "Seniorenhaus im Naturparkland" kam sogar die neueste Version mit eingeschliffenem Blendschutz zur Anwendung. Die zehn neuen Leuchten seien zudem hoch effizient und benötigten wesentlich weniger Strom als die bisherigen Lampen in den Peitschenmasten.

Die LED-Technik biete im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungsarten einige Vorteile. Hierzu nannte Windisch die Möglichkeit, in Verbindung "mit technisch innovativen Lichtoptiken eine exakte Lichtlenkung dorthin zu erreichen, wo das Licht auf der Straße gebraucht" werde. Zudem ginge die neue Technik mit dem Wegfall der sogenannten Einbrennzeit einher. Damit stehe die volle Lichtleistung ab dem Einschalten zur Verfügung.

Einheitliche Struktur

Und noch etwas war Windisch wichtig: "Wir freuen uns, mit Waidhaus einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir zusammen Erfahrungen für den zukünftigen LED-Einsatz sammeln können." Weitere Straßenzüge und Baugebiete sollen Zug um Zug folgen, je nachdem in welcher Größenordnung es das Haushaltsbudget der Gemeinde zulässt, bemerkte Kerstin Wilka-Dierl. Die Referatsleiterin für das Bauwesen im Waidhauser Rathaus bat jedoch darum, am ausgewählten Modell festzuhalten, um eine durchgehend einheitliche Struktur zu erzielen. "Mit einer Größenordnung von jährlich rund 40 bis 50 Stück", sagte Kirzinger.

Gerne nahmen beide das Angebot für einen Probeeinsatz der Castor-Lampen bei der Pfarrkirche an, welche in der Ortsmitte für den Umbau im Rahmen der städtebaulichen Maßnahmen steht.
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