Marktrat genehmigt zunächst 500 Euro Zuschuss für Gruppe - Ortsdurchfahrt in Pfrentsch soll ...
Finanzielle Hilfe für "Helfer vor Ort"

Lokales
Waidhaus
13.03.2015
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Hohes Ansehen genießen die "Helfer vor Ort" im Grenzmarkt. Für die Anschaffung eines neuen Dienstfahrzeugs und Ausrüstungsgegenstände lag dem Marktrat ein Zuschuss-Antrag vor. Als sich die Fraktionen auf 500 Euro verständigt hatten, ergriff Werner Duschner von der Bürgerliste das Wort: "Das ist mir zu wenig. 500 Euro sind mickrig."

168 Einsätze allein im vergangenen Jahr seien drei Mal so viel wie bei der Feuerwehr. "Diese Einrichtung ist mehr wert, weil die ,Helfer-vor-Ort'-Gruppe das ganze Jahr für die Bevölkerung da ist und es um die Menschen geht. Das sind beileibe keine Bagatelleinsätze, sondern vielfach lebensbedrohliche Anlässe."

"Reiner Idealismus"

Der Allgemeinmediziner forderte sogar einen "festen Zuschuss - alljährlich". Beispielhaft verwies er auf andere Kommunen, die dies bereits seit Jahren praktizierten. Auf Nachfrage von Bundestagsabgeordnetem Uli Grötsch bestätigte Duschner darüber hinaus die Leistungen der Gruppenmitglieder als "reinen Idealismus, für die sie kein Entgelt erhalten".

Die Forderung verhallte bei Bürgermeisterin Margit Kirzinger nicht ungehört. Spontan sagte sie eine Gesprächsaufnahme mit den Ehrenamtlichen zu. Einstimmig beschloss das Gremium zunächst einmalig 500 Euro Zuschuss, ein Ergänzungspassus zur Klärung einer Pauschale für die Folgejahre war mit aufgenommen worden. Darüber hinaus erhielt Thomas Schmidt von den "Helfern vor Ort" die Genehmigung, das Gemeindewappen auf dem neuen Dienstfahrzeug verwenden zu dürfen. Dank erntete die Gruppe für den im Zuschussantrag vorgeschlagenen Erste-Hilfe-Kurs für alle Markträte.

Für 3097 Euro werden bei der Firma "Lehrmittel-Vierkant" acht Raumteilungselemente für den Veranstaltungssaal im Gemeindezentrum des Rathauses beschafft. An das Ingenieurbüro Bamler aus Vohenstrauß ging der Planungsauftrag für die Fertigung eines Bebauungsentwurfs für die Erweiterung des Baugebietes in Pfrentsch um vier oder sechs Parzellen. Inklusive der Vermessung für 1000 Euro beträgt das Gesamtvolumen 7907 Euro brutto.

Nach der Vorstellung der Ideen zur Sanierung des Hammergrabens in Pfrentsch bei der dortigen Bürgerversammlung ging auch der Auftrag zur Planung an das Büro Bamler. Die neue Fußgängerzone würde mittig Gehwegplatten für ein barrierefreies Gehen und Befahren mit Kinderwägen und Rollatoren erhalten. Ohne Gegenstimme durchlief das Angebot über 5928 Euro (inklusive Vermessung) den Marktrat.

Noch aufmerksamer verfolgten nicht nur die Markträte sondern auch die Zuhörer Kirzingers Bericht von einer Verkehrsschau in Pfrentsch auf Forderung eines Anliegers. Wegen einer oft überhöhten Geschwindigkeit habe der Bürger um Hilfe gebeten. Vertreter von Polizei, Bauamt, Verwaltung und Landratsamt sowie die Fraktionssprecher waren dabei. Die Teilnehmer hätten sich darauf verständigt, am nördlichen Ortseingang einen Fahrbahnteiler zu installieren.

Auch ein genereller Ausbau der Ortsdurchfahrt soll angepackt werden. "Das wird sicher noch einige Zeit dauern, bis wir das verwirklichen können. Aber wenn wir es nicht anpacken, wird es weiter nichts." Vorantreiben könnte das Projekt noch ein anderer Umstand: "Es war unbändig viel Verkehr, vor allem fuhren auch jede Menge Lkws." Dies habe mächtig Eindruck auf alle Beteiligten gemacht.

Messgeräte installieren

Noch schneller will die Kommune selbst tätig werden und nach Lieferung der Messgeräte sofort mit der Installation für eine Geschwindigkeitsmessung in Pfrentsch starten. In allen Punkten seien die Bestrebungen zudem auf Unterstützung durch Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer gestoßen.

UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker ergänzte die Ausführungen der Bürgermeisterin mit einer Grundstücksoption. Die Möglichkeit zum Kauf eines Stadels an der Kapellenkurve sei mit offenen Ohren aufgenommen worden.
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