Mehr Kosten als erwartet

Den Mündungsbereich der "Waidhauser Landstraße" würde der Marktrat gerne durch Mittel aus dem Städtebauförderprogramm an die sanierten Bereiche der Ortsmitte anbinden. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
16.06.2015
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In der jüngsten Sitzung des Marktrats gab es einige Überraschungen. Denn die eingeholten Angebote für anstehende Maßnahmen überstiegen die kalkulierten Kosten.

Teuerer als erwartet wird etwa die geplante Aufwertung des westlichen Ortseingangs beim Zusammentreffen der "Waidhauser Landstraße" und des Autobahnzubringers. Mittlerweile ist die Summe auf 300 000 Euro angestiegen. Über die gestiegenen Kosten sagte Gabi Wolf (CSU): "Wir überschreiten jeden Haushaltspunkt. Ich frage mich manchmal, wie das geht. Normal müssen wir uns doch nach dem Haushaltsplan richten." Umso mehr hofft das Gremium nun auf eine Förderung aus Mitteln des Städtebaus. Einem Zuschussantrag stimmten die Markträte einstimmig zu.

Details noch verhandeln

CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Harrer wollte noch wissen, weshalb die "nicht gerade billige" Rundbank weiterhin im Plan sei. Die Antwort kam von Bürgermeisterin Margit Kirzinger, und drückte aus, dass der Architekt an einer geschwungenen Form festhalten wolle. Als Harrer nachsetzte: "Wir haben klipp und klar gesagt, dass wir diese teure Lösung nicht haben wollen", beschwichtigte Geschäftsleiter Josef Forster: "In Detailfragen können wir schon noch verhandeln." Die von ihm errechnete Höhe von 19 Prozent Planungsanteil monierte danach Thomas Glaser (SPD): "Das ist schon sehr grenzwertig." Die Rathauschefin berichtete zudem aus der Lenkungssitzung. Neben einer Aussprache zu den beiden Veranstaltungen am "Tag der Städtebauförderung" seien dort die Ergebnisse der Haushaltsbefragung zum Kriegermahnmal beraten worden. Auch die beschlossene Verlegung der Bushaltestelle sei Thema gewesen. Konsens: "Wir wollen keine weiteren Baustellen aufmachen, sondern hier versuchen, möglichst weit zu kommen." Die Konzentration der Arbeit dort gelte nun der Umgestaltung des Marktplatzes.

Die Jahresabrechnung der kirchlichen Kindertagesstätte "St. Emmeram" stand mit einem Defizit für 2013/14 in Höhe von 18 134 Euro auf der Tagesordnung. Der Gemeindeanteil liege mit 80 Prozent bei knapp 15 000 Euro und erhielt die Zustimmung aller Markträte. Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl (UWG) forderte künftig "eine genaue Beschäftigung mit den Defiziten, um gegenüber anderen Einrichtungen im Landkreis mithalten zu können".

Qualitätsbonus hinfällig

Auch vonseiten der staatlichen Rechnungsprüfung sei dies so gesehen worden, zumal Forster ein weiteres Defizit von mindestens 65 000 Euro bei der nächsten Jahresabrechnung auf die Kommune zukommen sah. Die Bürgermeisterin ergänzte zu diesem Punkt eine aktuelle Änderung: Der Antrag auf den kürzlich beschlossenen Qualitätsbonus sei bereits wieder hinfällig: "Weil der wieder abgeschafft wurde." Für die Feuerwehren in Waidhaus, Pfrentsch und Hagendorf bestellte der Marktrat neue Ausrüstungsgegenstände über 12 897 Euro bei der Firma Ludwig, Bindlach. Bei den neuen Uniformen kam die Firma Brusky, Wernberg-Köblitz, mit ihrem Angebot von 9124 Euro zum Zug. Auch die Stiefel für die Feuerwehr Pfrentsch (868 Euro) wurden in Wernberg-Köblitz bestellt.

Für eventuelle Notzeiten bei der Trinkwasserversorgung möchte die Marktgemeinde durch den nachträglichen Einbau einer Pumpe im Hochbehälter Tabor gerüstet sein. Damit werde ein Verlagern von der Tiefzone in die Hochzone ermöglicht. Aus den Angeboten stand jenes der Firma SHM Waldsassen mit 4380 Euro als das wirtschaftlichste an der Spitze und erhielt einstimmig den Zuschlag.
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