Millionen Euro gespart

Die Macher der millionenschweren Einsparung: Armin Bauer und Josef Forster (von rechts) bis zu Bürgermeisterin Margit Kirzinger (Zweite von links). Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
19.09.2015
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Zug um Zug hat Waidhaus in den vergangenen Jahren die Trinkwasseranlagen saniert. Wie ein Sechser im Lotto - mitsamt dem dazugehörigen Millionengewinn - hört sich eine aktuelle Meldung aus dem Rathaus an.

Die Eigenversorgung mit Speisung der Hochbehälter durch Quellen, die allesamt im Gemeindegebiet liegen, ist auf dem neuesten Stand der Technik. Lediglich bei der Sanierung ihrer Oberflächenquellen hielt sich der Marktrat längere Zeit zurück. Dafür gab es einen entscheidenden Grund - bislang.

"Wasserversorgung top"

Die veranschlagten Kosten sprengten nämlich das Haushaltsvolumen der Kommune erheblich. Etwa zwei Millionen Euro errechnete ein auswärtiges Ingenieurbüro. Nun nahm sich die Verwaltung mit Geschäftsleiter Josef Forster nach Rücksprache mit dem Weidner Wasserwirtschaftsamt selbst der Thematik an. Wasserwart Armin Bauer und Mitarbeiter des Gemeindebauhofs untersuchten die Quellfassungen und -gebiete, die so klangvolle Namen wie "Thameier-" oder "Leutnant-Brunnen" im Volksmund tragen. Daraus ließen sich die erforderlichen Maßnahmen ersehen und planen. Über Details informierte Forster den Marktrat in der Sitzung. "Unsere Wasserversorgung ist top in Ordnung, alles vom Feinsten." Die Quellschüttungen aus vielen Entnahmestellen, die von Reinhardsrieth im Norden bis zum ehemaligen Pfrentschweihergebiet im Süden reichten, deckten den Bedarf der Bürger hervorragend und in höchster Qualität.

"Erfreuliche Entwicklung"

"Auch die Trinkwassersituation aus den Gemeindequellen zeigt nun eine erfreuliche Entwicklung." Nur noch auf 20 000 bis 25 000 Euro veranschlagte er die aktuellen Kosten für die bislang auf die lange Bank geschobene Sanierung. Möglich geworden sei dies durch die exakte und durch modernste Methoden gestützte Beobachtung der Quellen, lückenlos über die vergangenen drei Jahre hinweg.

Allen Beteiligten hätte dabei zu denken gegeben, dass es nie Beanstandungen der Werte gab und die Oberflächenquellen in der gesamten Zeit ausschließlich positive Ergebnisse erbrachten. Vor diesem Hintergrund sei im Rathaus ein eigenes Sanierungskonzept entwickelt worden. Für die Umsetzung habe die Marktgemeinde die Forstbehörde gewinnen können. Forster sprach von einer "hervorragenden Zusammenarbeit" mit der Forstdienststelle Waidhaus unter Leitung von Försterin Maria Herweg. Die ersten Maßnahmen hätte der Bauhof bereits übernommen, zum Beispiel das Entfernen von Wurzeln in den Schächten, wobei die großen Bäume im Schutzbereich der Quellen vom Forstamt gefällt wurden. Auf den Fassungsflächen sei eine Abdeckung mit einer Spezialfolie vorgesehen. Darauf kommt Lehmschlamm aus einem Vorkommen im Gemeindegebiet. Mit einer abschließenden Schicht aus Mineralbeton soll erneuter Bewuchs langfristig vermieden werden. Damit sei die Sanierung komplett.

Mit Franz Kaas und Josef Spitzner seien zwei fachkundige Betriebe mit Sitz in der Marktgemeinde beteiligt. Die Aktion war während der Urlaubszeit von Bürgermeisterin Margit Kirzinger durch deren Vertreter Markus Bauriedl gestartet worden. Er meinte: "Die Quellen sind während der Baumaßnahmen natürlich vom Netz genommen."
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