Möbelmix hat bald ein Ende

Ein letztes Bild vom längst überholten Küchenmöbel-Mix im Gemeindezentrum des Rathauses machten sich Josef Schmucker, Monika Zeitler-Kals und Margit Kirzinger (von links). Der Marktrat genehmigte eine Neueinrichtung in Höhe von rund 7000 Euro. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
17.04.2015
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Ein Hotspot für die "Bäckeröd", Schränke für die Feuerwehr Hagendorf, ein Teer-Trennschneider für den Bauhof und eine neue Küche für das Gemeindezentrum - der Gemeinderat Waidhaus beschäftigte sich in seiner Sitzung mit etlichen Investitionen.

Für den Ortsteil Pfrentsch ist ein Gutachten zum weiteren Einleiten von Oberflächenwasser in die Pfreimd notwendig, mit dem der Marktrat zu Angebotskosten von knapp 3000 Euro das Ingenieurbüro EBB, Regensburg, beauftragte. Auf eine Stellungnahme zum Baugebiet "Schaufelstiel" in Pleystein verzichtete das Gremium.

Hotspot in der "Bäckeröd"

Eine Mehrheit gab es für die Prüfung der technischen Voraussetzungen, um im Bereich der Freizeitanlage "Bäckeröd" einen Hotspot zu installieren. Diesem Ansinnen lag ein ausführlich begründeter Antrag der Jungen Union zugrunde, der Kosten zwischen 300 und 500 Euro für die Einrichtung und von 40 bis 50 Euro pro Monat anführte. CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Harrer ergänzte mit verschiedenen Details. Aus dem Bundestag informierte Abgeordneter Uli Grötsch über ein beabsichtigtes Gesetz, und plädierte dafür, dessen Verabschiedung abzuwarten.

Sechs Schränke mit Helmhaltern werden von der Firma Invert-Büromöbel über 1665 Euro für die Feuerwehr Hagendorf beschafft. Das ehemalige Schulgebäude dort erhält weitere neue Fenster in Erdgeschoss und Keller durch die Firma Janisch, Waidhaus, zu knapp 8000 Euro. Einen neuen Teer-Trennschneider für den gemeindlichen Bauhof darf die Firma Zenk, Frankenreuth, zum Preis von 2086 Euro liefern.

In der Freizeitanlage soll noch vor Saisonbeginn einiges passieren: Nicht nur die Betriebs- und Campinggebäude erhalten eine Renovierung durch die Firma Busch, Moosbach, mit Kosten von 11 500 Euro. Auch der Barfuß-Bereich der Badebecken kann durch die Firma Müllner, Pleystein, für 5259 Euro abgefräst und geschliffen werden. Für diese "ganz gute Idee" dankte Bürgermeisterin Margit Kirzinger explizit der Leiterin des Baureferats, Kerstin Wilka-Dierl, ganz besonders.

Damit war die Liste der Investitionen noch nicht abgearbeitet. Das Gemeindezentrum im Rathaus erhält eine neue Kücheneinrichtung von der Firma Lang, Eslarn, mit Kosten von rund 7000 Euro. Seit vielen Jahren war hier nach einer Lösung gesucht worden. Teilweise besteht die Einrichtung noch aus einer fast historisch anmutenden Küchenzeile aus den 1960er Jahren. Der Raum gleicht eher einem Möbelmix, und das an zentraler Stelle. Mit großer Freude wird deshalb die Neuanschaffung gesehen.

Ein Sonderprogramm durch das Amt für ländliche Entwicklung erweckt neue Hoffnungen für die Ortsteile Reichenau und Pfrentsch. Die Unterlagen für die seit Jahren geplante Sanierung der Ortsstraßen in Reichenau und den Dorfplatz in Pfrentsch seien inklusive den Kostenberechnungen sofort eingereicht worden: "Das könnte entscheidend für ein Wiederbeleben sein", kommentierte die Bürgermeisterin zuversichtlich.

Gespräch mit Bauamt

Zur geplanten Erweiterung und Aufwertung des "Netto"-Supermarkts an der Autobahn sei die Eingabeplanung fertig. In Kürze könne mit der Vorlage des Bauplans im Marktrat gerechnet werden. Um die in der Ortsteilversammlung diskutierten Lösungen bei der Ortsdurchfahrt in Pfrentsch anzugehen, gebe es am 13. Mai ein Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt.

Der einzige Anbieter für den Breitbandausbau im Gemeindebereich sei die Telekom gewesen. Das Angebot gehe nun in die Prüfung. Die Förderlücke liege dadurch nur noch bei rund 800 000 Euro, ergänzte Geschäftsleiter Josef Forster.
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