Möglichst schnell Arbeit finden

Bürgermeisterin Margit Kirzinger (Zweite von rechts), ihre Stellvertreter und Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (Sechster von rechts) hießen die Asylsuchenden herzlich willkommen. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
09.09.2015
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"Wir wollen uns gut in die Gesellschaft in Deutschland und Waidhaus einfügen und danken der Waidhauser Bevölkerung von Herzen für die freundliche Aufnahme." Vor einigen Wochen sind drei Flüchtlingsfamilien in Waidhaus angekommen. Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist groß.

Die in der Pilsener Straße aufgenommenen Familien sprachen ihre Situation beim Besuch von Bürgermeisterin Margit Kirzinger mit ihren Stellvertretern Markus Bauriedl und Johannes Zeug sowie MdB Uli Grötsch offen an. Bereits Anfang August waren drei Familien aus dem Irak, der Ukraine und aus Aserbaidschan im ehemaligen Anwesen Fuchs untergebracht worden. Weiterhin befinden sich Familien aus Albanien in einem Haus in der Fabrikstraße.

Gründe für die Flucht

Die Vertreter der Marktgemeinde informierten sich über die unterschiedlichen Gründe, die für die Familien Ursache der Flucht waren: "Während Familien aus dem Irak vor der Verfolgung durch die Terrororganisation Islamischer Staat fliehen, ist es bei den ukrainischen Asylbewerbern vornehmlich der Bürgerkrieg in der Ostukraine, der die Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat zwingt."

Bereits unmittelbar nach der Ankunft war die Hilfsbereitschaft der Waidhauser Bevölkerung groß. Schnell hatte sich eine Gruppe von Bürgern aus dem Grenzort gefunden, die den neuen Bewohnern die wichtigsten Einrichtungen, wie etwa Schule, Rathaus oder den Supermarkt zeigten. "Ich bin schon stolz darauf, wie offen die Menschen von der Waidhauser Bevölkerung aufgenommen wurden und wie viel Hilfsbereitschaft bei uns herrscht. Das zeichnet uns Waidhauser ja schon immer aus", lobte Bürgermeisterin Kirzinger: "Als die Asylbewerber hier angekommen sind, hatten sie nichts außer der Kleidung, die sie am Körper trugen, und das, was sie in ihren Plastiktüten transportieren konnten." Inzwischen finden sich die Gäste gut zurecht und können sich selbst versorgen.

Die Koordination der Unterstützung für die Asylbewerber in Waidhaus hat Andrea Grötsch, Telefon 09652/477, aus Pfrentsch übernommen. Es werden noch Kleiderspenden für den Winter gebraucht, die bei ihr abgegeben werden können. Auch Bürger, die sich am Sprachunterricht für die Menschen beteiligen wollen, können sich gerne melden.

Grötsch, die die Geflüchteten vor Ort betreut, sprach von einem großen Willen der Familien, sich zu integrieren: "Die Leute wollen schnell die deutsche Sprache lernen und eine Arbeit finden, um möglichst bald nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Mein Dank gilt hier den bereits bestehenden Strukturen, wie etwa dem Arbeitskreis ,Asyl' in Vohenstrauß, die mir bisher viele Hilfestellungen gegeben haben".

Asyl-Infoabend

Alle Beteiligten waren sich einig darin, dass eine umfassende Information der Bevölkerung wichtig ist, um bestehende Fragen zu beantworten und Vorurteile abzubauen. Deshalb veranstaltet die SPD am Samstag, 19. September, um 19 Uhr im Gasthaus "Weißes Kreuz" einen Informationsabend zum Thema. Neben Bürgermeisterin Kirzinger werden die Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Tirschenreuth, Angelika Würner, und Bundestagsabgeordneter Grötsch umfassend Auskunft zu allen Fragen rund um das Thema "Asyl und Flüchtlinge in Waidhaus, Deutschland und Europa" geben.
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