Motorsägen sehr beliebt

Lokales
Waidhaus
11.07.2015
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Komplett zugeparkt wie in früheren Zeiten war der einstige PAUL am Donnerstag. Grund: Die Gemeinde Waidhaus versteigerte wieder Fundsachen.

Im Gegensatz zum Vorjahr fehlten zwar echte Knüller im großen Angebot, doch die besondere Auswahl und das außergewöhnliche Drumherum haben sich längst in der Region herumgesprochen. Bis in den Abend dauerte die Auktion. Rund 200 Einzelnummern wollten nach und nach an den Mann gebracht sein.

Alle Beschäftigten der Marktgemeinde sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Allein für den Aufruf und die Präsentation waren Eile und Koordination gefragt. Geschäftsleiter Josef Forster übernahm das Hauptprozedere als Auktionator an der Seite von Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Wie im Baumarkt

Und was da alles unter den Hammer kam: Elektrowerkzeuge aller Art, von neuwertig bis stark gebraucht, einfach oder luxuriös. Ganz gleich, ob Akkuschrauber, Bohrhammer, Handkreissäge oder Nagelmaschine. Die Auswahl ging weit darüber hinaus, was ein Hobbyhandwerker in seinem Keller wirklich braucht. Werkzeugkoffer und Nusskasten standen wie in einem Baumarkt in der Auslage. Der eine oder andere Außenstehende mag sich vielleicht gefragt haben, was die Waidhauser so alles stehen und liegen lassen, das dann als Fundsache im Rathaus landet.

Der Hintergrund ist aber ein anderer. Freilich sind darunter auch wirkliche Fundstücke, allerdings in einer fast verschwindend kleinen Zahl. Das Gros kommt aus ganz einer anderen Richtung. Alles, was die Fahndungsbehörde bei ihren Einsätzen beschlagnahmt, und nicht mehr zum eigentlichen Besitzer zurückfindet, landet irgendwann einmal hier.

Mindestens zwei Jahre lang müssen die Gegenstände eingelagert sein, um den Eigentümern oder Versicherungsgesellschaften ausreichend Zeit zur Rückführung zu geben. Erst dann fällt es an die Gemeinde zur öffentlichen Versteigerung.

Während des fast sechsstündigen Marathons boten die Bediensteten den Kunden Getränke und Speisen an. Schon zwei Stunden zuvor öffnete das Areal des Bauhofs, wo die Interessenten alle Artikel begutachteten. Allein die Masse der Fahrräder zog ein ständiges Probefahren nach sich. Ein richtiges Schnäppchen fand sich jedoch nicht darunter. Andererseits durften sich die Erwerber über gut funktionierende Markenräder zu Preisen unter 50 Euro freuen.

Bis zu 250 Interessenten

Wesentlich mehr Aufmerksamkeit brachte dann wieder der Aufruf vieler Motor- und Kettensägen mit sich. Hier war die Nachfrage der teilweise bis zu 250 Interessenten doch mitunter enorm. Die Sitzbänke in der Bauhofhalle reichten nie vollständig und weitum standen die Zaungäste.

Ein Doppelachs-Anhänger und eine Hobelmaschine fanden als größte Einzelstücke ebenso neue Inhaber. Der Anteil jener Versteigerungsstücke, die keinen neuen Besitzer fanden, hielt sich stark in Grenzen. Denn auch die Marktgemeinde hatte Interesse daran, möglichst vieles loszuwerden.
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