Neue "Hüter der Grenzen"

Neuer Obmann der Waidhauser Feldgeschworenen ist Hermann Schmidt (links), der in die Fußstapfen von Josef Eschenbecher (Dritter von rechts) tritt. Bürgermeisterin Margit Kirzinger vereidigte Johann Bartmann, Johann Meier, Hans Hanauer und Georg Krämer im Beisein von Joachim Gesierich (von links). Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
05.02.2015
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Josef Eschenbecher war seit 1996 Feldgeschworener. Diese Ära ist nun zu Ende gegangen.

In einer kleinen Feierstunde verabschiedete Bürgermeisterin Margit Kirzinger den Obmann der Feldgeschworenen, Josef Eschenbecher. Aus gesundheitlichen Gründen hatte der jahrzehntelange Amtsinhaber um seine Entlassung gebeten.

Der Entlassung hatte der Marktrat zuvor zugestimmt. Kirzinger würdigte die Verdienste Eschenbechers und überreichte ihm als Anerkennung eine Urkunde und das neue Landkreisbuch aus der Feder von Wolfgang Benkhardt. Der Geehrte war seit 19. August 1996 Feldgeschworener und seit 29. Januar 1999 Obmann.

Nur in Bayern und der Pfalz gibt es Feldgeschworene, teilweise auch in Thüringen. Historisch bedingt ist dieses Ehrenamt, das fast 500 Jahre nachweisbar ist. Hans Hanauer, Johann Meier, Georg Krämer und Johann Bartmann sind die vier Neuen in diesem Amt für das Gebiet der Marktgemeinde.

Mit ihrer Vereidigung durch Bürgermeisterin Kirzinger versprach das Quartett, bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen zu helfen. Sie sind nun befugt, etwa Grenzsteine höher oder tiefer zu setzen, beschädigte Marksteine auszuwechseln oder auch zu entfernen.

Altes Amt

Der Volksmund bezeichnet sie deshalb gerne als "Hüter der Grenzen". Das kommt nicht von ungefähr, denn es ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. Gewissenhaft informierte Joachim Gesierich als stellvertretender Leiter des Weidner Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung über die Aufgaben, Zuständigkeiten und sonstigen Angelegenheiten.

Dann ging es zur Wahl eines neuen Obmanns, welche als dienstältester Amtsinhaber Hermann Schmidt aus dem Ortsteil Ödkührieth leitete. Mit vier Stimmen wurde er selbst gewählt. Als Stellvertreter konnte Hanauer die gleiche Anzahl an Stimmen für sich verbuchen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Glückwünsche für den ausgeschiedenen Obmann und die beiden Neugewählten gab es nicht nur von der stellvertretenden Landrätin, sondern ebenso von Geschäftsleiter Josef Forster.
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