Nicht auf Qualität pfeifen

Lokales
Waidhaus
22.04.2015
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Mit personellen Problemen hat das große Vereinsorchester des Musikvereins zu kämpfen. Dies machte Hermann Mack in der Jahreshauptversammlung deutlich. Der musikalische Leiter sah aber für die Zukunft auch viel Potenzial.

Mit den Engpässen im Bereich des "tieferen Blechs" (Posaune und Tenorhorn) beim großen Vereinsorchester startete er eine lange Liste "einreißender Probleme". Überwiegend bestehe das Ensemble nur aus D-1-Absolventen und mehrere Register seien "wirklich unterbesetzt". Dies bedeute, nicht mehr auf ausgezeichnete Erfolge hoffen zu können: "Wir haben zu kämpfen, um die Oberstufe zu halten. In Bärnau gelang dies kürzlich gerade noch."

Mehr Mitglieder

Mit Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten und unter Verweis auf die steigenden Mitgliederzahlen (von 828 auf 847) sowie die Menge an aktiven Musikern (367) widerspreche dies dem Augenschein: "Wenn so viel Potenzial da ist, sollten wir das halten." Im Vereinsorchester sah Mack ein "Aushängeschild für Waidhaus" und diese hohe Qualität sei "bestimmt weiterhin machbar".

Für die Zukunft gelte es, sich nicht nur auf die einzelnen Gruppen zu konzentrieren, sondern auf die Gemeinschaft. Damit verband er einen eindringlichen Aufruf zur Teilnahme an den Wertungsspielen: "Damit wir unseren hohen Rang behaupten können." Erstmalig werde mit der Bläsergruppe "Atemnot" ein zweites Ensemble aus Waidhaus antreten.

Ausgaben von fast 19 000 Euro für neue Musikinstrumente und 3000 Euro für Notenmaterial erwähnte Heike Bauriedl im Kassenbericht. Rund 8000 Euro habe der Verein in Ausstattung für die neue Musikschule investiert.

Die einstimmig beschlossene Satzungsänderung basierte auf der Dokumentationspflicht zum Mindestlohn. Ein Kassier allein könne all diese Aufgaben nicht mehr schultern, begründete Vorsitzender Manfred Eberlein. Das Amt wird deshalb auf mehrere Schultern verteilt. Zur Ergänzung wählten die 24 Mitglieder Irene Bauer als zweite Person. Für den zurückgetretenen Kassenprüfer Adolf Dietl steht künftig Gerhard Uschold parat.

Bessere Beleuchtung

"Es macht unheimlich Spaß in diesem Verein dabei zu sein und hier mit zu musizieren", lobte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Mitgebracht hatte sie eine gute Neuigkeit: Eine wesentliche Verbesserung der Beleuchtung rund um die Musikschule habe der Bauausschuss beschlossen. Für die Anschaffung einer großen Veeh-Harfe mit einem Tonumfang von drei Oktaven dankte Helga Kretschmer von der Veeh-Harfen-Gruppe dem Vorsitzenden.
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