Noch vier Wochen Vollsperrung

Noch war es nicht die sehnlich erwartete Verkehrsfreigabe, zu der sich Kerstin Wilka-Dierl, Walter Kumschier, Manfred Dirscherl, Margit Kirzinger und Rudolf Kick (von links)am Nadelöhr der Hagendorfer Straße trafen. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
07.11.2014
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Mehr als verlockend ist es seit Mittwoch, die Engstelle der Hagendorfer Straße nach dem Auftrag der Oberschicht zu durchfahren. Doch spätestens am Ortsausgang Richtung Georgenberg stellen selbst die Mutigsten fest: Ein Weiterkommen ist unmöglich.

Mindestens noch weitere vier Wochen dauert die Vollsperrung der wichtigen Nord-Süd-Route an. Dennoch hoffen alle Verantwortlichen auf eine Freigabe des Nadelöhrs zwischen Flossenbürg und Schönsee noch vor dem Wintereinbruch. Aufatmen können lediglich alle Anwohner. Sämtliche Zufahrten zu den Anwesen sind nach halbjähriger Baustellenzeit endlich wieder offen, wenn auch nur aus Richtung Ortskern.

Komplett fertig

Die Hagendorfer Straße ist insoweit komplett fertig, lediglich die Straßenbeleuchtung mit acht Brennstellen in LED-Technik lässt noch auf sich warten. Hierfür werden rund 22 345 Euro ausgegeben. Ganz im geplanten Zeitschema verliefen seit dem Beginn der Maßnahme die umfassenden Ausbauarbeiten unter Federführung des Bauamts Amberg-Sulzbach.

Große Freude kam deshalb auch bei den Verantwortlichen auf, die sich zu einer kleinen Eröffnungsfeier vor Ort verabredet hatten. Bürgermeisterin Margit Kirzinger freute sich mit der Leiterin des Baureferats, Kerstin Wilka-Dierl, über das Kommen ihres Amtskollegen Manfred Dirscherl aus Weiding, Bauleiter Walter Kumschier und Diplom-Ingenieur Rudolf Kick vom Bauamt. Rund 160 000 Euro investierte die Behörde allein in die Kosten für den Erwerb der notwendigen Grundstücksteile von Anliegern, wozu auch die neue Ausweichfläche vor der Engstelle zählte. Nachdem es sich um eine Staatsstraße handelt, trägt der Freistaat Bayern die Hauptlast der Gesamtkosten von rund 600 000 Euro.

Für die Kommune beläuft sich der förderfähige Anteil nach den aktuellen Planungen auf rund 230 000 Euro, für die mit einem 50-prozentigen Zuschuss gerechnet wird. Die Erneuerungen vieler Ver- und Entsorgungsleitungen schlagen zu Buche und insbesondere die Neuanlage eines durchgehenden Gehwegs. Enthalten ist auch der Fahrbahnteiler, wozu Kirzinger einen Eigenanteil von "nur noch rund 11 000 Euro" für Waidhaus sah.

Zusätzliche Notlösung

Für die Umleitung wurde für die Bürger kürzlich noch etwas Komfort geschaffen. Eine Behelfsstraße quer über eine Wiese dient als zusätzliche Notlösung. Der überregionale Verkehr muss dagegen weiterhin über die Autobahn, Lohma, Pleystein und Georgenberg fahren.

Bis zur Freigabe der Neubaustrecke, die Teil der Staatsstraße zwischen Flossenbürg und Schönsee ist, ziehen aber noch mindestens vier Wochen ins Land. Unverändert bleibt deshalb die großräumige Umleitung über Pleystein.

Bürgermeisterin Kirzinger möchte den Informationsstand der interessierten Bevölkerung hoch halten und Transparenz bieten. Immerhin sei die Hagendorfer Straße seit fast 25 Jahren wieder und wieder Thema im Waidhauser Marktrat gewesen. Ihre Freude über die Realisierung gestalte sich umso größer, zumal eine Aufwertung des gesamten Ortsbilds damit verbunden sei und sie bald Synergieeffekte erwarte. Allen beteiligten Unternehmen zollte die Rathauschefin ihren Respekt für die Koordination der Arbeiten. Federführend galt ihr Dank dem Tiefbauunternehmen Holfelder aus Georgenberg.
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